Frage heute (4)

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Freitag ist Fragetag. Jede Woche wird eine Frage gestellt, dessen Antwort nur Gott weiß.  Man kann außer der Einsicht nicht viel gewinnen.  Es ist mehr ein Schritt zurück in die Richtung von Web 1.0 als es noch darum ging sich berieseln zu lassen, aber eben nach seiner Berieselung aktiv suchen zu müssen. Ich stelle also vor:



 

Die Frage heute

Was musste Hans von Bülow im Zusammenhang mit den Kompositionen Clara Schumanns bemerken?

Tipp

Nebensächliches aus der NSA-Affähre

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Die VDI-nachrichten greifen mal wieder nebens Klo in den Topf, den sich Klobürtste und Lobby teilen: "Die weltweiten Abhörskandale sind nicht die Totengräber der Cloud"
hm, ...kurz nachdenken..
DOCH.

Dazu der Weltenrichter: "vdi ist immer wieder neoliberale Scheisse und Wunschgedanken / cognitive Dissonanz von alten Menschen"

Ich vertrage die Kommentare unter allen Artikeln bei den ARD Nachrichten über Snowden nicht. Wie kann man denn nur? Auf reddit oder 4chan wäre das ja noch ok, aber zum pol. Tagesgeschehen seinen Fliesentisch auszupacken....reißt Euch bitte zusammen.

 Was die Nebensache war



Haha, heute scheint alles lustig: Der Designer 'Deutsche&Albaner' hat die Steuren hinterzogen, als sie eine "Tarnfirma in Luxemburg installierten", dass ich nicht lache.
Obama fällt der Teleprompter aus aber die amerikanischen nachristensender interessieren sich nur sehr gering für den Aufenthalt ihres Präsidenten in Deutschland, "der Hauptstadt von Europa", wie sie berichten. Jetzt kommts aber erst: echauffieren sich jedoch, dass er im Panzerglasaquarium rumstehen muss, weil er so unpopulär geworden ist. muahaha

Interview mit dem Weltenrichter

 

HG: meinst du irgendwer wird uns in jahren chatprotokolle vorhalten? (Systemfeindlich, revisionistisch, gegen das gesetz, Gedankengut, ÜBERFÜHRT!, etc. )

WR: ganz eindeutig ja, die veröffentlichung wird euphemisiert werden und nur gegen geld einschränkbar sein

HG: so nach dem motto: ENDLICH könnt ihr alle sehen, was "eure Freunde" die letzten 30 Jahre gechattet haben. klickt hier um euch einzuloggen. Mit Suchfunktion

WR: gauck behörde 2.0

HG:ja, das klingt leider plausibel. und da wir schon mit dem furzgas weitsicht bewiesen hatten...

WR: und der individuellen Fahrprofilerhebung für die Versicherung...

HG: ok, also halten wir fest: dinge, seien sie auch noch so fern oder unrealistisch, werden umgesetzt werden, wenn es menschen gibt, die davon einen nutzen tragen und die Umsetzung in Gang bringen können. Schlussfazit: es gibt immer jemand der diese dinge dinge machen wird.

WR: ja, kurz im Buch 1984 gelesen gestern. musste weglegen

HG:  ja bei orwell wirken zwei Dinge: -unendlich langatmiger schreibstil (deutsche Übersetzung machts etwas besser) -unendlich herunterziehende Themen

WR das muss ein Leser abkönnen.  Nein, wirklich traurig ist die aktualität. Das Buch wird nicht älter - es wird wieder jünger

HG wer hätte gedacht, dass die sci-fi autoren die gleiche politisch-soziale vorarbeit geleistet haben, welche die Philosophen für Humanismus und Aufklärung. Die Zusammenhänge waren also schon vor ihrer technischen Verwirklichung 50 Jahre in die Gesellschaft dispersiert. mit "Aufklärung" wird heute auch etwas ganz anderes verbunden. Die Bedeutungsverschiebung war auch hier vorgedacht.






mischpoke hat nen schadhund da

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Mottos
  • "Lebensbund mit Hund"
  • "wenn meine Ratte tot ist kauf ich mir ne Katze" 
  • "wenn ich befinde genug Tiere zu besitzen, aber mehr Druck brauche, ziehe ich einfach in eine kleinere Wohnung oder bringe andere Menschen, die das unbequem empfinden mehr in die situation damit"
  • "das gefühl gebraucht zu werden"
Was können wir daraus ablesen?  Die bewusste Abhängigkeit ist ja erstmal an sich kein Magnet für eine Handlunginitiative. Damit lässt sich schließlich schlecht kokettieren (vgl. "WEIL ich abhängig von Heroin bin macht es Spass"). Aber den eigenen Sozalisationskonsum an Tieren auslassen ist auch ein wenig arm. Die können sich nicht wehren. Das Mißverständnis der Tierhaltung liegt nicht in der bloßen Annahme einer Partnerschaft sondern im kompletten Anthropomorphismus (siehe auch Disney Charaktere).
Die Vorstellung, dass der Hund bereits Familienmitglied ist, mag für professionelle Nutztierhalter bereits etwas verklärend wirken. Wie verhält es sich dann, liebe Leser, wenn ich euch berichte, dass die Grenzen zur Personifzierung bereits jetzt schon stark verschwimmen?
   Alles sein Gutes. Lass dem Bello die alte Oma den Arsch hinterher getragen bekommen. Sie wird sprachlich und in Ihrer Verhaltensweise ob ihres fortgeschrittenen Alters auch nicht mehr zwischen Enkeln und Hund distinguieren. Lassem. Jeder soll nach seiner Façon selig werden.


 Dazu der Weltenrichter:  da wirste hier von einem fremden hund angebellt. wtf
und dabei das scheiss pfeiffgeräusch vom schadhundhalter

Ich finde "Schadhund" als Begriff sehr geil. Köter (von Kot ableger) ist ja inzwischen nur noch ein zwitscherndes Diminutiv von Hund. "Behördlicherseits werden auch Bezeichnungen wie Kampfhund, Listenhund, Anlagehund oder Kategoriehund verwendet." - wiki


Im Gegensatz zu den Haustieren, welche scheinbar mit Rechten ausgestattet sind ("der darf das"), die wildlebendes Tiere nur passiv genießen (zu Ihrem Schutz), so sind aber Wilde Tiere nämlich Deutschland eigentlich "kein Problem". Mal abgesehen von professioneller Einpferchung von Hühnern, Gänse, Schweinen, Straußen und all dem Zeugs was nachher auf den Tisch kommt, sind die vierbeinigen Familienmitglieder unter dem Schutz der Familie. Was ich mache, macht der Hund. Wo hin ich gehe, dahin geht er auch. Der macht nichts. usw. Aber die ganze Verblendung, welche ich als Disney-Verklärung bezeichnung möchte, die ist einzig auf die irrige Vermenschlichung des Partners mit der kalten Scheiße zurück zu führen.  Nur weil es ein Säugetier ist und wir uns bereits an seine Infektionen und kleinen Eigenheiten gewöhnt haben, heisst es noch lange nicht, dass der Hasso mit in die Unterwäscheabteilung mitdarf. Warum sollte er auch? Warum sollte man einen Hund mit in die Stadt nehmen? Welche gebäude wurden gebaut, um Hunde darin zu empfangen oder zu behausen? Welche Rinnsteine wurden entworfen, damit der Canis lupus familiaris seine verkrustete Rosette daran genüßlich abstreifen kann? Welches Verständnis von Zucht hat geherrscht, als man meinte, dass man Listenhunde privat halten solle.


Schön war auch folgende Episode:
Mann beklagt seinen Gesundheitszustand
Arzt sagt, das sei fäkalen Ursprungs.
Nach kurzem überlegen wird klar:
Er ist Hundebesitzer und der Hund überträgt mit der Schnauze, weil Kotesser/leger.
(gesehen bei Vlogbrothers)



Denn ich möchte ja garnciht auf die Verschmutzung hinweisen - ein paar Jugendliche richten innerhalb von einem Lokalderby weit mehr an, als der untereste aller Schadhundhalter bekoten könnte. Es geht viel mehr um das unwägbare Gefahrenpotential TIER an sich. Denn auch da schneidet im Vergleich das Wild Tier erstmal "ohne Probleme" ab. Und je näher am Stadtkern, desto weniger Probleme mit dem Wild. Muss ich also erst noch erläutern, warum es nicht klug ist, einem Tier so viel Verstand beizumessen, dass ich vergesse, das dieses Tier seine Entscheidungen mit dem Hirnstamm trifft und nicht mittels eingeprägter sozialer Normen, verbal kommunizierter (und verbal bestätigter) Regeln? Muss ich das wirklich noch sagen?
Muss ich wirklich die Diskussion führen, dass der Canis lupus familiaris immernoch ein lupus ist. mit den Zähnen eines solchen und mit den gleichen Instinkten? Aber der ist doch sooo lieb, der macht doch garnichts. Warum bellt der verdammte Kläffer dann mit leibeskräften nach mir und zerrt so stark mit seinen 50kg an Ihrer Leine, dass sie aus den Sabots rutschen? Achso, wegen der Zähne, könnten sie ihrem Hund beibringen, in meiner nähe die Zähne nicht zu fletschen. Ich weiss dass die Art Canis lupus das letzte update nicht mitgemacht hat, aber in der Gesselschaft wo sich Menschen begegnen wird das nicht mehr so aggressiv praktiziert. 

Schema "Achtung das [Tier] macht [Gefahrenart]. ich muss erschießen, damit ich überlebe."

Dazu der Weltenrichter: Ich habe lange überlegt, was die Lobby vom Prolegal flyer überhaupt anführen kann um MICH zu überzugen. und jetzt haben wir einen Punkt: Personenschutz vor Haustieren anderer Menschen
 


Schon von der Dichte an Tieren her, die Menschen meinen in den sozialraum hinzufügen zu müssen, kann man schon begründen, daß ein dauerndes Mitführen von Abwehrmaßnahmen nicht grundlos ist.
Ich bin in "gewehrkaufen" Stimmung.


Der Untergang

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Puh, der Tag ist gelaufen. gerade erfahren was mein Büro-Gegenüber so verdient. Und jetzt soll ein neues Fahrrad gekaufet werden
  wo man denn ein neues Fahrrad kauft
  was für ein Fahrrad
  wo es denn sowas zum kaufen gebe in Deuchland,
ahso kein teures, aha, also doch nicht neu,
  nein,
gebraucht darf es sein. soso ja dann vielleicht ebay? acho dein Freund arbeitet da bereits,
   hmhmsoso, dann weisst du ja schon ganz schön selber Bescheid, bestimmt.
   achso doch nicht?
welches denn angemessen wäre?
   angemessen, wie meinen? Vom Stil her?
Nein das sei es nicht.
   Ich sage, dass man unter Umständen auf die Größe achten solle: sechsundzwanzig Zoll wären da ein Standard für Frauen.
Ja, wo die Größe denn stehen würde?
   Ja in jeder Anzeigenbeschreibung fehle nie eine bestimmte Zahl, entweder 26 oder 28, und das sei dann für Männer,
Aha sie wisse jetzt alles und bräuchte dann keinen weitere Hilfe mehr.
    nungut. das war letzte woche


An einem anderen Tag meiner spanischen Kollegin die Geschichte mit dem Ubootas Espanol nähergebracht
von wegen spanische kalkulation: "um ne kommastelle verrutscht"
Jetzt befürchten die Entwickler das Uboot, einmal zu Wasser gelassen, tauche nicht mehr auf.
Sie kannte die Geschichte noch nicht aus den Nachrichten war aber auch nicht sonderlich berührt oder überrascht.Sie kam mit einem ganz anderen Problem um die Ecke.

Sie wäre jetzt <unverständliches spanisches Wort> wegen dem Rennen, ich erkundige mich, was sie meinte. Sie sagt daß das mit dem Rennen <unverständliches spanisches Wort> wäre. Ich verstehe nicht sie gibt etwas bei Google Translate ein und sagt "I  <unverständliches englisches Wort> the run" ich schaue sie an und hebe eine braue, senke meine Laune und mache dazu die Schildkröte: ganz langsam, für das menschliche Auge nicht sichtbar, so wie die Bewegung der Sonne am Firmament stetig, zieht sich mein Kopf wieder hinter dem Monitor zurück.

<unverständliches spanisches Wort> sagt sie und macht eine Bewegungn meiner entgegen, ihre Augen öffnen sich und sie macht abwechselnd die Mimik des lachenden und weinenden Gesichts um mir etwas zu zeigen, ich sage "whats up with your race?"
sie hebt den Zeigefinger, sagt "aha", und fängt aus heiterem himmel an, das Firmen-Marathon-T-Shirt anzuziehen. "They will take numbers"
ich frage sie wofür sie Nummern denn zählen wollen, als ob die Frage tatsächlich Berechtigung hätte.

Sie verneint auf eine wofür-frage und erklärt mir, dass sie unter den Mitarbeitern/Mitstreitern eine Verlosung durchführen. Wir machen kurz ein Verständnis-Bingo zum Thema Übersetzung des Wortes Lotterie und dann erfahre ich, dass sie sich auf den Gewinn freut, es sei nämlich ein Fahrrad und dass es das ist was sie ja schon die ganze zeit wolle, ein fahrrad.
Jetzt freue ich mich für sie ein bischen nach außen, da sagt sie aber sofort, dass ihr ebay-plan nicht hingehauen habe.

Ich frage warum, ob der preis wohl zu hoch gewesen sei?
Nein, sie hätte es garnicht bei ebay probiert, aber in einem Geschäft (Neuräder) wäre aufgefallen, dass ihr Fahrräder zu groß wären,
zu groß, wie meinen, es gibt doch auch damenräder, sechsundzwanzig, sage ich auf deutsch?
und da wir uns eben über imperial units unterhielten, erkläre ich, dass dieses Mass, welches die Reifengröße bemesse eben auch zöllig wäre.
Sie zeigt mit der einen hand eine 2 und mit der anderen eine 4 und sagt unbeholfen sechsundzwanzig auf deutsch, was natürlich das war was ich bereits sagte.
Ich sage, nein, VIERundzwanzig.
Sie schaut mich an, woher ich das wohl weiß.
Ich übergehe das natürlich und frage sie, ob sie denn ein Rad in 24 gefunden hätte?
Ja, das hätte sie.
Denn, entgegne ich, sei 24" ja nicht gerade common, aber gut, so sei es eben.
Sie würde sich sehr gerne dafür entscheiden, trotzedem es ja eigentlich ein Rad für Kinder (Jungen) ist.

Sie hat kein Rad gekauft und auch keines ersteigert. Die hat nichtmal eines gewonnen, dessen Maße sie nichtmal hätte beeinflussen können. Sie hat sich einen Klapproller gekauft, den sie 'my Ruler' nennt. Der Roller kam gleich eine ganze woche zum Einsatz, jetzt ist angeblich 'das Wetter nicht mehr angemssen, um mit my Ruler zu fahren. Zu windig sei es inzwischen geworden und wenn der Regen die Straße anfeuchten würde, sei nciht vorherzusehen, ob Verkehrssicherheit mit dem Fahrrad überhaupt erreichbar sei.
   Dass das ja nur ein Roller sei, entfuhr mir.
sie verstand nicht, sondern führte erneut aus, dass sie my Ruler erst wieder benutzen könne, wenn es trocken sei.
    Ich fragte mich ob sie, vielleicht verkehrsbehindert sei, es gibt eine ganze Reihe von menschen, die kein Gleichgewicht halten können, oder, um ein Fahrrad zum Stehen zu bringen einfach angsterfüllt abspringen anstatt zu halten. Aber bei einem Klapproller?
    Ich erklärte meine Irritation, betrefflich Unsicherheit mit dem Roller mit der perspektive, dass der Wegzur Abreit nun wirklich nciht so lang oder gefährlich sei, dass man auf den Roller verzcihten müsse.
Für sie war das aber ein rein tradiertes Problem, denn in Madrid, wenn es da regenen würde, dann würde auch kein Mensch mit Verstand ein Fahrrad benutzen.
   Aber, es ist doch... ich resignierte.

Das sind dann so Momente, wo sich bei mir Realität und böse Traumwelt verbinden und man weiss nicht ob man wach ist. Man hat das Gefühl, wie in manchen Träumen, man kann nicht weg, weil der Boden nachgibt, egal wie sehr man strampelt redet.
Und einmal im Boden versunken, wacht man nicht mehr auf.







Sprich, Aristophanes!

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"Sprich, Aristophanes!", sagte er, wandt sich um ein Jota zur Seite und brach mit seinem müden Augenaufschlag die Konvention die Stille zu halten.Umgeben von Lederbezügen mit Eddingmustern, abgerundeten Aluminium-Extrusions-Rahmen und deren geritzte Fenstergläser bewegt er sich fort.

Sporadische Platzeinnahme mit gaußscher Verteilung zum Türbereich hin am Morgen; so ist es umgekehrt wenn die Sonne bereits von der anderen Seite der S-Bahn golden hereinscheint. Mit seinem forschen und lauten Ausspruch, ließ er die Köpfe drehen und war sich seiner Aufmerksamkeit bewußt. Er nestelte an seiner Tasche und richtete sie neu nach der Naht des Sitzes aus, verkniff sich ein Grinsen und schob sich beim erneuten Hochsehen die Brille auf der Nase zurecht und schnieft lautstark.
Er zieht die Nase kraus und sagt wieder: "Es ist nicht jeden Tag so gutes Wetter, hm?" Dabei dreht sich der Mann zum Fenster als hätte er jemanden außerhalb des Zuges angesprochen. Ihn juckt sein rechte Hörunterstützung und er bohrt sich grob im Ohr, um das schmalzige Teil wieder einzuführen.

Frage heute (3)

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Freitag ist Fragetag. Jede Woche wird eine Frage gestellt, dessen Antwort nur Gott weiß.  Man kann außer der Einsicht nicht viel gewinnen.
Es ist mehr ein Schritt zurück in die Richtung von Web 1.0 als es noch darum ging sich berieseln zu lassen, aber eben nach seiner Berieselung aktiv suchen zu müssen.
Ich stelle also vor:

 

Die Frage heute

Welche Paranoia veranlasste Martin Ryle dazu Beschwerde bei der "internationalen Astronomischen Union Einzulegen" ? 

Tipp

FAQ

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FAQ Sektion hinzugekommen. 
Fragen werden nicht beantwortet.


Internationale Stereotype dürfen wieder tanzen

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Zum Einstieg zunächst hier mal kurz angucken: DailyIndia via gonzomedia

Also? Sehr geil.
Es war tatsächlich nicht erlaubt in diskotheken zu tanzen.
Man wurde vom Personal angehalten sich zu setzen. ....now I know why.

Ok, ok "Diskothek" ist ein weiter Begriff. Sagen wir mal "Bar in welcher Musik lief, die eine Konversation unmöglich macht."

"On the other hand, various organisations representing dance bars, [...] had also submitted that there were over 70,000 women engaged in dance bars and several of them had already committed suicide due to unemployment and financial crunch."

...denn eins ist den Indern ganz klar: Tanz in einer Bar = Prostitution.

Wenn sowas überhaupt erlaubt sein kann, dann müssen nämlich erstmal
  • ALLE tanzen und zwar
  • GLEICHZEITIG, 
  • DAS SELBE,
  • ÖFFENTLICH. 
Das kann dann nämlich keine anrüchigen Annäherungsversuche unterstützen (welche nicht als Hochzeit arrangiert wurden). Ja, diese Stereotype wird dort vermittelt (Der Okzident mag das anders sehen). Und das heisst dann Bollywood und ist ok. Privates Tanzen ist nämlich erstmal nicht zum Vergnügen, sondern es wird ihm ein anrüchiger Zweck unterstellt. Es verfolgt ja schließlich ein Ziel, welches nicht unter der Kontrolle der Familie (der Moral, der Sitte, dem Oberhaupt, der Laune, etc.) steht, nämlich Die Verführung.
Aber Verführung und Öffentlicher Raum (eine Bar) passen in Indien per se nicht zusammen. Also wird es verboten.

Ja, mögt ihr geistesanwesenden Leser jetzt einwerfen: "Henoth, aber um nochmal auf diese Bollywood Filme zurück zu kommen: Da tanzt doch auch eine Frau halbnackt und küsst und so weiter? Ich sehe hier zweierlei Maß."

Ja, für den okzidentalen Betrachter, mag das wie zweierlei Maß wirken. Aber für den distinguierten Orientalen mit vorsichtigen Moralvorstellungen in siedlungsdichten Gesellschaften funktioniert das ganz gut. Denn die moralisch unverwerfliche Schauspielerin wird ihre Rolle niemals verlassen. In der Klassen und Stände-Denkweise Indiens wird dafür nämlich extra ein Platz gemacht. Das Item girl.

Kein Schauspieler, der später große Karriere anstrebt, darf sich in moralisch verwerflicher Situation präsentieren. Es sei denn es fällt unter die Kategorie Item girl (siehe dazu auch Urban Dictionary ) dann ist das Zeigen von nackter Haut zwar bereits durch die Berufsgruppe geächtet (Sie kann nie wieder "reine" Figuren verkörpern. Die Darstellerin ist Schuldbehaftet) - jedoch lange kein öffentlicher "scandal", wie es sofort im indischen heißt.

Zum Skandal wird es erst wieder, wenn die weltliche Bollywoodwelt mit religiösen Dingen vermischt wird (siehe dazu auch hier ) und selbst DANN ist merkwürdigerweise auch immer die DARSTELLERIN SCHULD. Nie der Regisseur, das Drehbuch, oder wie in diesem Falle: der Kostümbildner.

Und schon sind wir am Kern der Sache angelangt: Wie weit ist diese Gesellschaft mit der Verortung von derart moralischen Verwerflichkeiten? Wir lernen aus obigem: Die Frau ist Schuld, die Frau ist Schuld und ach ja die Frau ist schuld also muss es verboten werden und hier schließt sich der indigene Kreis.

In Serbian culture, common saying to describe a person who is telling obvious lies is "You are striking like Maxim strikes at the division" (Lupaš kao Maksim po diviziji) - meaning that the person is lying or telling stupidity hard as machine gun is hitting the soldiers.  - wiki


Aber in anderen Ländern herrschen Sitten, denen wir nicht gewahr wären, wenn euer Henoth nicht mit dem nackten Finger darauf verlinken würde! Damit das mit der arbiträren Moralgrenze, die ganz nah an die Skandallinie herranreicht, klar wird, habe ich zwei Seiten für euch, die das ganz gut zeigen:


  1. Der Blickwinkel aus dem Okzident heraus
  2. Der Blickwinkel in den ekelhaften Okzident

Exkurs: So wie Geld seinen Wert verliert, so verlieren auch Informationen ihren Wert

Gemeint ist die veränderliche Nachrichteninformation, insbesondere beeinflusst durch das Netz. Und zwar über Inflation. Nicht etwa, wie man sich direkt übertragen vorstellen mag, dass ein und die selbe Nachricht kopiert weitergegeben wird und deshalb eine Abwertung entsteht. Nein, denn die Währung im Netz, der Wert einer Seite, der Grad mit dem eine Nachricht gemessen wird ist die Aufmerksamkeit, die entgegengebracht wird. Je mehr also eine Nachricht genau kopiert wiedergegeben wird, desto mehr Aufmerksamkeit (ob von einem schon Dritten gelesen oder nicht, ob automatisch kopiert oder manuell) wurde ihr bereits zuteil.
Die Inflation tritt dann auf, wenn versucht wird aus der Nachricht mehr zu machen als sie ist (z.B. bei Skandalen und Boulevard. Wir sprachen letzte Woche über dieses Schema) Der Themenkomplex wird künstlich aufgebläht und der inhalt der Nachricht sinkt, relativ zu seinem Gesamtumfang.



Um das mit einem Beispiel zu füttern nehmen wir wieder die Geschichte "Polizei zieht VW-Bus mit 24 Insassen aus dem Verkehr". Wenn diese Nachricht plötzlich von allen Stationen gesendet werden möchte, dann beginnen manche vielleicht mit ein bischen Recherche, andere fügen eine Umgebungskarte von Kassel hinzu, wieder andere zeigen Originalbilder vom Tatort. Dieses alles würde eher deflationär wirken, denn die Originalnachricht wird hier noch mehr verfeinert.
Ab dem Punkt, wo sich Polemik, Lügen und Drama einzuschleichen versuchen (also die Nahrung, das Substrat von erfolgreichen Schlagzeilen), wenn man also Vermutungen anstellt, wie "Im Kofferraum seien zusätzlich Holzbohlen aufgebockt gewesen, auf denen ebenfalls mehrere Menschen übereinander sitzend gereist seien." und dann mit angeblichen Tatsachen den Konjunktiv verlässt: "Die Erwachsenen waren nach eigenen Angaben auf Arbeitssuche in Deutschland." dann gibt man der Spekulation Raum und der Kern der Originalnachricht wird belastet mit Thesen.
Wird diese "Thesen-belastete" Nachricht dann weitergeben "och Harry guck enz he: de asoziale Ausländer kumme jetz Busseweise!" und dies immer wieder kopiert, dann steigt die hier definierte Inflation an (zusätzlich: Stille Post-Symptom).


 Das google-searchword-trend-phänomen, Suchwort: "india rape"


Um wieder zu unserem Ursprungsthema zurück zu kommen, wenden wir uns einer Statistik zu. Wir wissen nun, dass wir den Inflationswert einer Nachricht rausrechnen müssen, um zu erkennen, was ursprünglich gemeint war. Zum Skandalthema von vorhin bringe ich euch gerne eine Grafik über einen speziellen Suchbegriff, welcher auf der Welt bei google gesucht wurde näher:
...
Polizei zieht VW-Bus mit 24 Insassen aus dem Verkehr - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Polizei-zieht-VW-Bus-mit-24-Insassen-aus-dem-Verkehr-id25887806.html



Man kann hier schnell erkennen, dass eine plötzlicher Anstieg an Interesse nach diesem Suchbegriff irgendwann Anfang 2013 zu verorten ist. Wurde der Begriff vorher bereits gesucht? Ja, und zwar stetig und gering steigend.
Was war also Anfang 2013 geschehen? Und was bedeuten die Spitzen danach?
Könnt ihr euch, denn nicht erinnern, an die plötzliche Inflation dieser Nachricht?



Update: "Der indische Supreme Court [...]  hat mit seiner heutigen Entscheidung ein bahnbrechendes Urteil des Oberen Gerichtshofs in Delhi aus dem Jahr 2009 für [...] nichtig erklärt. Die Richter dieser niedrigeren Instanz hatten vor vier Jahren entschieden, dass einvernehmlicher Sex zwischen erwachsenen gleichgeschlechtlichen Partnern kein Verbrechen ist. [...]  Doch konservative politische und religiöse Gruppen klagten gegen das Urteil [...]. Und das hat heute entschieden, dass die Bestrafung der Homosexualität keine verfassungswidrige Diskriminierung ist."

Quelle, inländische Quelle


Über die abendländische Enthaltung

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Bitte kurz hier nachhaken.


lolwut? "noFap" ? Ist das jetzt  history repaeting? Dieses Thema kam doch schon in den 50ern, 60ern, schonmal auf:
  • "rückenmarkschwund"
  • "verklebt das Gehirn"
  • futurama hat darauf bereits vor Jahren geprankt

Dazu der Weltenrichter: du musst das im US Kontext wahrnehmen:
"foreveralone guy" und  "first base" und "Die Folgen: Einsamkeit, krankhafte Schüchternheit, Depressionen, Beziehungsunfähigkeit." und "Prüderie / Religion". Es hat ja nicht jeder so ne erwachene 80GB Distanz zu der Materie , lol


Herrjemine, den Druck so groß werden lassen, dass irgendwann alles egal ist? Aber darüber reden schwingen als obs ne Religion werden muss.  Die Zielgruppe dort scheint nicht anders zu können als dem webSchulterschluss zu bedürfe (Alone we fap together we stand). Was die da vom Stapel lassen ist so eine konservative von-gestern-Denke, welche angstbeladener und mehr aus Vermutungen nicht bestehen könnte. So dass ich schon von hier aus Beklemmungen bekomme.
Als nächste tragen dann alle den "noFap" Ring. Nein, da hörte der Spaß dann auf. DAs ist doch wieder nur Disney.

Ich hab eine Entsprechung gefunden, zu dem Enthaltungsthema, welche ursprünglicher nicht sein könnte, und vielleicht mitverantwortlich ist, für die abendländische Kultur dieser Denkweise und Auffassung:

"Siebente Terrasse: Die Wollüstigen werden gereinigt, indem sie in einer riesigen Flammenwand brennen. Hier sollen die sexuellen Ausschweifungen, die die Liebe der Sünder von Gott ablenkt, überwunden werden. Durch die Flammenwand der siebten Terrasse müssen auch alle Sünder, die ihre Buße auf einer der niedrigeren Terrassen abgelegt haben, gehen, bevor sie den Läuterungsberg verlassen können. Nachdem Dante dieses Los geteilt hat, wird das letzte P von seiner Stirn entfernt."
Dantes Göttliche komödie. (hier für Boulevardleser aufbereitet)
P für Porn





Ich hab einen Netzpint

Hab meiner Botschafterin heute mal versucht zu erklären warum das mit den Porn eben so ist. Sie meinte porn = langweilig, weil repetetiv: Immer das gleiche zu sehen.
Als Erklärung für sie begegnete ich, dass sich ja wohl mindestens der Akteur (Frau) ändere von Porn zu Porn und Männer mögen das haben. Wechselnde Ansicht auf verschiedene Frauen, die verschiedene Reaktionen auf verschiednene Sexpraktiken zeigen, welche sich von den eigenen selbst ausgeführten (oder unerfüllten?) gegebenfalls unterscheiden (jeweils praktiken & frouwen).

Also kurz: Stillen des männlichen genetisch verankerten Quantitativitäts-Hungers
Sie meinte, dann schaue sie sich das mit disen Augen nochmal an. Mehr kätzchen kann man nich verlangen.


Über die Jugend und die fiesen Älteren

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Damals.

Diese verfluchte Gesetzlosen-Zone zwischen Schulholf und Zuhause. Interessant deshalb, weil von den Älteren einige immer auch an deiner Busshaltestelle mitaussteigen, eben weil die da wohnen. Aber eigentlich warten die nur darauf dir ein paar zu geben -

Und der letzte Erwachsene, den das hätte interessieren können (solange der Bus nicht beschädigt wurde "Wer den Sitz hier beschädigt hat, der soll sich vorne melden! - DAS gibt Ärger" Caillard sen.) war der Busfahrer selber. Reaktion auf Wortmeldungen oder feige Durchsagen vom Steuermann: Keine.
Denn trotzdem es sehr lustig war, wenn sich der sozial distazierte Erwachsene in die Gesetzlosen-zone einmischte, es hatte ihn NIEMAND wahrgenommen oder zugehört,  oder wenn, dann nur beschimpft: 

"Leichenopa", "Alter Sack", "Fahr Los du Spast!", "Bist du Taub, Fahr los du alter Spasti!" uvm

Es war eine welt in einer welt. Von außen konnte kaum einer einwirken. Niemand erwachsenes fuhr je mit im Schulbus.





Als Blag (verballhornt von "Plage, die") im Heimatort mit den Jugendfreunden, das war eien tolle Zeit *hach* Hatten wir nicht letzte Woche über die vergeudete Kindheit vor dem Fernseher gesprochen?
Hier habt ihr die Auswirkungen aus dem Mix von einem Vormittag an der Glotze kleben, einer Tüte Gemischtes und einer unzufriedenen Generation älterer Dorfjugendlicher:
Mit ins Gesiiiiiicht rotzen, Saaaaaaachen kaputtmachen und gaaaaanz viiiiiel weglaufen *silben beim erzählen langziehen*

Ich, der das ins-maul-blähen beim Verlassen des Applestores standardisieren will, erinnert sich noch an die Zeit, als das am-Kragen-fest-halten-und-in-1cm-Abstand-anrülpsen en vogue war. Natürlich immer nur im chain of command.
Begegnungen mit den "gestörten großen Kindern" (mir war damals schon klar, dass eine soziale Störung, wahrscheinlich durch Mißhandlung durch die Eltern, die Ursache war) führten meisten zu weiteren körperlichen Traumata und waren also für sich selbt zu vermeiden. Wie?

War man als Kind doch mehr einem Gecko ähnlich (Siehe: Zuckerzufuhr), dessen Aufmerksamkeitsspanne immer nur durch wenig Gleichförmiges Aufrecht gehalten werden konnte. So gehörten die Begegnungen "mit den Großen" zu dem aufregenden Teil des Lebens. Mit bedachter Distanz wurden Schmährufe und besondere Anreize geschaffen in Erinnerung zu bleiben. Ein besonderer Sport war dies, zusammen mit Gleichaltrigen sich vor den Älteren besonders weit aus dem Fenster zu wagen ohne dafür "bestraft" zu werden.
Wehe dem, der diesen missratenen Wichsern dann doch einmal in die Hände fällt. Mir geschah dies einmal sehr hinterhältig, als ich aus dem Schulbus stieg und gerade unachtsam und unvorsichtig langsam alleinenach Hause ging.
Mittel der Qual waren damals
  • a) Eisbein am Arm 
  • b) Tritte
  • c) Backpfeifen 
(in der Reihenfolge ihrer Häufigkeit  genannt)Selten, aber besonders effektiv war das "echte Eisbein", welches bei guter Ausführung das Opfer vom verlassen des Ortes hindern konnte (führte zu humpeln bis kriechen) oder den Schlag in den Bauch, welcher, wer das noch nicht kannte auch mal Begenung mit Erstickungssituationen machen durfte. man konnte so viel von ihnen lernen.
Die besonders gewievten wussten aber um die Signalwirkung einer Kinderstimme bescheid und machten keinen Hehl daraus nach dem Eisbein direkt dafür zu sorgen, dass einem der Atem zusätzlich wegblieb.  Also wurde einem so in den Bauch geboxt, dass man keine Luft mehr bekam. Das hindert einen am Schreien und man konnte ungestört mit seinem Opfer bleiben.

Denn die Predatoren gewöhnten sich schnell an die beiden Fertigkeiten von uns "Kindern"
  • a) schnell die Flucht ergreifen 
  • b) bei Gefahr Erwachsene heranschreien
So war das.




Dazu der Weltenrichter: Was macht eigentlich Rolf Richter heute?

Man stellt sich heute vor, dass es immer gut ist eine Adresse zu haben, die man auf die omnipräsenten Gewinnspielkarten schreiben kann. Was ist  z.B. sein Hassverein (Fußball)? Lass den Fankatalog bestellen und dem geile Sachen dorthin bestellen. Auch immer gut Katalog für Schwule Accessoires, eine pizza mit anchovis und Parmesan um 22°°. Woher der Hass? Hahaha. Das war so. Das war das Erbe der Generation davor.


Frage heute (2)

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Freitag ist Fragetag. Jede Woche wird eine Frage gestellt, dessen Antwort nur Gott weiß.  Man kann außer der Einsicht nicht viel gewinnen, es ist mehr ein Schritt zurück in die Richtung von Web 1.0 als es noch darum ging sich berieseln zu lassen, aber nach der Berieselung aktiv suchen zu müssen. Ich stelle also vor:

 

Die Frage heute

Wie nennen sich populär die Verfärbungen an Zähnen, hervorgerufen durch Flourabusus (Fluorose) ?

Denkt einer auch mal an die Kinder !?

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Der Bär war nie ernst gemeint. Das kann ich einfach nicht glauben. 
Geldnot, Produktionskosten, Zeitreserve oder Ideenlosigkeit, ja sogar böse Ironie (gegnüber kleinen Kindern, wohlgemerkt!). Aber wirklich mit der Figur morgens für Spass sorgen, das konnte nicht ernst gemeint sein. Das war Slapstick.


Ich glaub die haben nicht erwartet, dass deren Showkonzept tatsächlich von RTL genommen wird.
Das war doch nichts.
Ja gut, es reichte für diese Zeit. Denn wenn man einen verlässlichen Index heranziehen möchte, dann ist es immer das Geld. Und vergleicht man die Kinderfernsehwerbung zu der Zeit, naja, dann kommt man schnell zu dem Schluß: Werbung ist ein guter Index und der Bär war angesagt.

Der Bär hatte eine Trinkerstimme. Möchten die mir also sagen, der Bär sei Trinker?
Das war so Scheiße, es hat die Langeweile aus meinen Poren getrieben, es war eine Qual.
Ich bin zergangen. Ich brauchte Action und und zwar gezeichnete. Der Bär war so gut, als hätte ich mir auf den großen Zeh gestarrt.



Dazu der Weltenrichter:   Das war komplett ernstgemeint. Der Lilalaunebär war der Grundstein meiner Prokrastination. Man konnte das nicht gucken und nachher nicht den Eindruck haben etwas verpasst zu haben.

ALL GLORY TO THE HYPNOTOAD

Aber "das Fernsehen" war Hypnotoad für mich. Meine Augen klebten an der Mattscheibe, bis sich mein Gehirn mit ca. 11 Jahren entwickelte. und die anderen Körperteile dann auch, damit man wegkriechen konnte, wenn das Mittagsprogramm oder die verantwortliche Erziehungsperson kam.
Sicher denken jetzt viele, der hat seine Jugend verdorben, der hat seine Jugend verdorben und der hat hat hat. Hat er nicht. - Aber ich kann folgende Schlüsse für mich daraus ziehen:


  • A) Ich kann heute lange vor einem Bildschirm sitzen
    Mögen die Hater auch speien, aber ich habe mich zwar nicht fürs Stillsitzen qualifiziert, aber fürs Durchhalten. Heutzutage sind 6 bis 10 Stunden "vorm Schirm" kein Problem. Das Dekubitalgeschwür wird durch das fehlende Stillsitzen ausbleiben, der Rest ist Training. Für einen Job am Rechner bin also bestens gerüstet. Nicht nur deswegen sehe ich das als Investition in die Zukunft.

  • B) Ich habe genug Fernsehen für mein Leben vorweggenommen
    Ich besitze keine Fernseher. Naja, irgendwo steht bestimmt auf einem fernen Dachboden ein Gerät von Sharp, welches man mein Eigentum nennen kann, aber ich habe es das letzte mal mit eigenen Augenen gesehen, als der Fernsehempfang noch terrestrisch war. Geneigten Bloglesern werde ich nicht den Vorteil dieses Stichpunktes erklären. So wie ich auch Anfragen, ob ich dieses oder jenes "gestern im Fernsehen" betrachtet hätte, selten bejahend begegnen kann. Internet killed the TV-Star, oh my brothers.

  • C) Der Bär war ein Trinker
    Was sich zweifelsohnean Indizien beweisen lässt: Die Sendung spielt, wie ihre Sendezeit morgens und straight-edge-Metti gibt dem verkaterten Bär stetig genug Reibfläche, damit Unmut, Verpeiltheit und Stimmungstief (euphemistisch: "Launebär") wie netter Slapstick wirken. Was für Kinder der verklärte Bär mit hohem Identifikationspotential sein sollte, ar in Wirklichkeit Spiegeltrinker in den Werbeunterbrechungen. 

Update: XKCD.com hat sich darüber Gedanken gemacht und eine nette Grafik erstellt.


Bahnberechnung im öffentlichen Personen Nahverkehr

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Heute gibt euer geschätzter Henot Hilfestellung im täglichen Leben. Ich werde erläutern nach welcher Logik die Deutsche Bahn die Ankunft ihrer Transportservices ankündigt und was dies umgerechnet in die reale Zeit bedeutet.

  • (keine Anzeige)   =  0 bis 4 Minuten zu spät
  • wenige Min. später = mindestens 1 bis max 9 min zu spät  (ungewiß)
  • 5 Min. später = 5 bis 9 Minuten zu spät
  • 10 Min. später = 10 bis 14 Minuten zu spät
  • 15 Min. später = 15 bis 19 Minuten zu spät
  • 20 Min. später = 19 bis 29 Minuten zu spät
  • 30 Min. später = min. 30 Minuten zu spät und/oder Zug fällt aus.


Quelle: http://www.test.de/Deutsche-Bahn-Wie-puenktlich-fahren-die-Zuege-wirklich-1617492-2617492/

Trotzdem die Bahn einiges für ihre Pünktlichkeit tun möchte, ist es bisher eher deskriptiver denn proaktiver Natur gewesen. Was für uns alle ein Ärgernis ist, ist nämlich für die Bahn noch lange kein so großes. Gerne würde ich euch auch die  Begründungen übersetzen, welche gerne eingesetzt werden, welche den (künstlichen, scheinbaren) Bezug zwischen Ursache und Fahrgast herzustellen versuchen. Jedoch muß ich euch enttäuschen, das folgt leider keiner durchschaubaren Logik. Die Ursachen für das Problem sind allerdings selten exogen. In den meisten Fällen ist die Verspätung hausgemacht, auch wenn es manchmal nicht so klingt. Hier eine Auswahl:

A) Probleme mit internen Ursachen
  • verspätete Bereitstellung 
  • Verspätung eines vorausfahrenden Zugs
  • Störungen im Betriebsablauf
  • Überholung  
  • Warten auf freie Einfahrt
  • Warten auf Anschlussfahrgäste (nice try!)
  • Gleiswechsel 
B) Probleme mit externen Ursachen
  • Personen auf dem Gleis
  • Beeinträchtigung durch Vandalismus 
  • Verzögerung beim Ein-/Ausstieg (das echte Warten auf Fahrgäste)
  • Polizeiliche Ermittlung
C) Probleme mit dem Wetter
  • Oberleitungsschaden
  • Signalstörung  (Klassiker!)
  • Triebwerksschaden
Mein Favorit
  • Hohes Verkehrsaufkommen (damit konnte nun wirklich niemand rechnen!)

Wer jetzt erst einschaltet, der wird bemerken, daß ich mich garnicht auf das heiße Thema FERNVERKEHR beziehe. Fernverkehr ist für mich ein Unwort wie Cybersex und gehört in die staubige Truhe zusammen mit Personennahverkehr. Ich werde in der Zukunft mal darlegen, warum das Neusprech ist, aber zunächst genügen wir uns damit, dass ich nun endlich Bezug auf die ewig unausgesprochene kognitive Dissonanz nehme,welche uns schon lange verdirbt sich korrekt über die Bahn aufzuregen. Denn auch dieser Umstand ist (Bahn-)hausgemacht.

Wenn bei der Bahn/ in den Nachrichten/ in Studien/ auf Plakaten von Verspätungen gesprochen wird, wenn von Fahrgastkomfort  die Rede ist (Aufgepasst: Neusprech für Probleme beim Reisen!) oder wenn Menschen vor Mikrofonen etwas über das Thema Bahn in Prozent ausdrücken dann bezieht sich das fast immer auf den ominösen schnöseligen Fernverkehr. Gemeint sind damit also der IC, der ICE und alles was richtig teuer ist, wenn man damit fahren will (alternative Eingrenzung: Alles das, wo man kein Fahrrad mitnehmen kann). Natürlich kümmert man sich um das white and shiny Hochpreissegment ein bischen besser als um die stinkende S6 zwischen Düsseldorf und Essen. Das liegt aber aber nicht an den Fahrgastzahlen, welche zu Stoßzeiten tägliche Verkehrsdichten von Ländern der 3.Welt erreichen, sondern an der Außenwirkung.

Dazu der Weltenrichter: Mit dem fiesen Sozialschlauch musst Du so oder so jeden Tag zur Maloche fahren, was kannst Du daran ändern. 

Ja, was kümmert mich der beschissene Fernverkehr? Und Du fliegst doch eh mit dem Flugzeug nach München oder fährst zur Tante oder in den Supermarkt mit dem Auto. Aber morgens treffen sich alle wieder brav am Bahndamm und schwitzen sich im Abteil gegenseitig an. Also stellen wir fest:

  • Fernverkehr: muss sich im Markt behaupten
  • Nahverkehr: nahezu ausnahmsloser Monopolist
Und wer das Spiel Monopoly einmal gespielt hat, der weiß dass das keinen Spaß macht. Daher rührt auch der geringe Drang etwas zu ändern oder der asymetrische Handlungsbedarf bezüglich  Fahrgastkomfort.

Und jetzt werden die Stimmen laut, halt Henoth! Jeder hat die Wahl! Fahr doch mit dem Fahrrad! Kauf dir doch einen Neuwagen! und so etwas wie Ich hau Dir auf die Schnauze! - aber ihr Ihr seid alle im Irrtum begraben. Egal wie sehr Ihr Euch es wünscht, egal wie malat Ihr irgendwann sein werdet. Ihr werdet auf den Bus warten, ob es Sinn macht oder nicht. Deshalb haben die geschlossenen Teestuben bereits das hier für Euch aufgebaut. Damit ihr nicht enttäuscht seid. (siehe link)



Die Kyklopen der Gorgone Medusa

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Sie hat den Mund zu vollgenommen

Wenn man Geburtstag hat, dann bringtman hier einen Kuchen mit, den stellt man in den Raum, wo sonst nur Kaffeemaschine und Kopierer ihr dasein fristen und welcher euphemistisch "Café" gerufen wird. Ich bringe auch schonmal einfach so Backwerk mit, weil meine Großfamilie es gut mit mir meint. (Das Gegenteil von "gut" ist "gut gemeint") und weil ich eben am selben Tag Geburtstag habe wie Jesus, das ändert viel.
Nachdem ich einmal den gedeckten Erdbeerkuchen zum Verzehr nett aufgestellt hatte und meine neue Kollegin gerade ihr "FirmenMitarbeiterFussball eV"-Trikot von offizieller Seite in der Hand trug, bemerkte sie mich beim vorbeigehen am "Café" beim kopieren. Jetzt die Frage:

Was möchte sie als ERSTES tun?
  • a) mir das Trikot zeigen
  • b) das Trikot anziehen um es (mir) zu zeigen
  • c) ein foto von sich im Trikot und dem kuchen machen?
Antwort: Alles drei gleichzeitig. Dabei verheddert sie sich sprachlich und sozial und bleibt in einer "i love your grandmom for the cake" schleife hängen, mit einer Hand auf ein Stück kuchen zeigend, das Tritot überwerfend und mit der anderen Hand an Handy fingernd um auf "Foto" zu schalten.
Eine Schleife, fortwährend wiederholt, die immer  mit folgendem exit befehl  (80 GOTO 10 ) unterbrochen wurde: "Its a so great cake, but i dont like fruits" und ich sehe, sie hat vom Erdbeerkuchen nur den Boden gegessen und geht jetzt mit dem Teller zum Mülleimer um die Erdbeeren wegzuwerfen.


boah die Kollegen sind gerade gegangen jetzt hab ich endelich Ruhe, da kommen die Putzfrauen (Pl.) und wollen parlieren und konversieren.Wenn ich hier mit noch einem Menschen smalltalk halten muss, dann furze ich.

Meine neue Kollegin ist wieder da, sie hatte eine woche frei. Letztes mal hatte ich Schinken in der Pause gegessen und sie meinte dazu, der spanische Schinken sei der beste der Welt. Ich meinte, dass es vielleicht der süsseste (most sweetened) aber nicht unbedingt der "lecker geräucherteste" sei. Da sie aber von ihrer Mentalität her "Topper" ist, brachte sie am folgenden Tag 4 silberbleche (DINA2) mit cold cuts von 4 verschiedenen spanischen Schinkenspezialitätem mit und stellte es wie selbstverständlich in den Kaffepausenraum, wo sonst an Geburtstagen jemand einen(!) Kuchen hinstellt. 

Bisher hab nur ich etwas davon gegessen. Die Leute in der Büroetage sind nämlich immer etwas pikiert und ganz eigen mit ihrem Kuchen. Das ist auch kein Kuchen und nur Schinken ist etwas schwierig an den Mann zu brigen (vgl.: "nur Mett"; "nur Braten"; etc).  Jetzt ist schon Mittagszeit und der ganze Schinken ist geschwitzt.

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Zufällige Situation im Büro: Jetzt telefoniert der Chef hier in Babysprache mit seinem 2-jährigen Sohn, direkt vor mir. "hallo hallo - küsschen küsschen". 



she "today we talked about Berlin in German class" 
HG "MMmmh" 
she "You like Berlin?" Doo maaakst Börlien?"
HG "nein" 
she "haha, now i can understand this here (zeigt auf bild der berliner mauer. Graffitti mit Bär und Spruch "Ich bin ein Bärliner") Eeesch been oyn Börlinier. 
HG Ya, thats right. But it shows a bear, beacause it is a play on words 
she what? 
HG You know Kennedy? 
she ...? 
HG You know John F Kennedy? 
she ...Efendhi ?
HG That was an American president who gave a very famous speech in Berlin, ending with the words "ich bin ein berliner" to show solidarity to the citizens. 
she Efendhi? 
HG John Fitzgerald Kennedy
she aahaaaaa "Kennedy" (mit betonung auf zweiter silbe), now i know. 
HG Kennedy (mit Betonung auf erster Silbe) 
she I know. He is dead. 
HG ya that one. 

Dazu der Weltenrichter: Sprache schmälert das Korsett; schnürt ein wie Katzendarm.


Nach  dem Mittag forwardete ich ihr eine email mit einer Aufgabe, die mein chef schon andeutete ihr zu geben, wenn ich mag. Sie machte auf merkwürdig bis der chef erschien und sie fragte ihn direkt, ob das ok ist, wenn sie anststatt "nichts" zu machen, diese aufgabe (zeigt auf ihren bildschirm mit meiner/ seiner email) machen soll.
(Sie zeigt immernch auf die email, aber chef guckt nciht. sie sucht Blickkontakt von unten, dann zeigt sie nochmal auf den bildschirm mit Berührung des LED-Screens. 

Nochmal. 
Nochmal. 
Chef guckt und nickt, versteht die Frage nicht ganz.) "yes" sagt er kurz. 
Sie hält inne. Nicht ganz sicher, ob das alles seinen "richtigen Weg gegangen ist" und guckt ihn nochmal an, nur um etwas zu sagen wie: "And when I finish this, I can help you later out with something?" 
 (Ein nun völlig konsternierter Chef, tritt von einem Bein auf das andere, weiss nicht was er sagen soll, denn die frage ist ja irgendwie hinfällig) "First we need this one - very important" 
Sie: "yesyesyes okay, I do but then...?" (with upward inflection)

 Dazu der Plattenrichter: AAaaaaaah GASKNECHt Du FICKSZT MEINEn KOPFFFF

boulevardnachrichten wie gmx, n-tv oder Die Welt

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Gerne würde ich auch Nachrichtengott sein, so wie Berlusconi, Murdoch, Kirch, Saban oder Springer. Ich finde, der besondere Reiz des Mogul ist die Freiheit seinen Stil auszuleben, den Realtitätsabgleich selbst in die Hand zu nehmen, dem Konstruktivismus immer einen Schritt voraus zu sein.
Wer ist der bessere Wahrsager?

Die Anzahl der Ausrufezeichen soll daher ein Spiegel für die Wichtigkeit des Gesagten darstellen. - wiki
Aber wir wollen ja nicht alles gleich so ernst nehmen, gelle? Darum geht es im heutigen Post auch nicht um Verschwörungsdreiecke und warum HAARP doch irgendwann wahr werden wird, sondern um Schemata von Unterschich...ääh Boulevardnachrichten. Mal ein ganz einfaches Beispiel:

Überschriftenschema: 
"Sein XY starb an Z - Hätte er ihn retten können?"


Ein Aufmacher mit harten Verben und einer rhetorischen Frage, die zur Floskel verkommt.
Hier ist übrigens auch sein Ursprung: topfvollgold spricht übrigens auch mal über das Thema, wie es von den Betroffenen her gesehen wird. 
Oder auch mal ein ganz einfaches Beispiel:

 [Name] ist [adverbiale Übertreibung] [hartes Verb], [hysterischer Begründungsnebensatz] 


Dann sind da natürlich noch solche Schlagzeilen*, welche erst zur Nachricht werden, weil ihr Stil die Form eines Drama verpasst wurde. Als ob man daran teilhaben könne, als ob es wirklich von tiefer Bedeutung sei, so sehr man sich auch anstrengt, es transportiert leider nichts.

 Artikelschema:
"Unsere [zufällig ausgewählten Redewendungen] weisen bereits darauf hin, was [Floskel: Forscher nun bestätigen können]"

Beispiel: n-tv

* Allein das Wort "Schlagzeile" sollte nachdenklich stimmen.

Das Interrobang ‽ vereinigt die Funktionen eines Fragezeichens und eines Ausrufezeichens. - wiki

Dann gibt es da noch die BILD Zeitungsnachrichten, die so simpel gestrickt sind, dass sie kein kompliziertes Schema oder eine Nebensatzbegründung benötigen. Erkennbar bereits an ihrer simpel und randomisiert klingenden Überschrift und der Artikel ist leicht durch fehlende Tiefe und Relevanz enttarnbar.


Überschriftenschema: 
BILD-Überschriften Generator

Das Schema des Artikels ist nahezu immer gleich und hangelt in seinem Aufbau immer entlang der Erwartung seiner Leserschaft. Entweder gemäß seinen Erwartungen (Moral, Anspruch, Kenntnis) oder genau entgegengesetz, um Emotionen zu erzeugen (Entsetzen, Wut, Trauer, Zorn, etc). Wenn erwartet wird, dass dies bei vielen Menschen gleichzeitig eine ähnliche Gefühlsregung erzeugen wird, dann werden bestimmte Steuerwörter der Überschrift präpositioniert  (z.B. Skandal!, Unverschämt!, Tod!, etc )

Artikelschema:
"nicht ernstzunehmende Dinge, werden zu Tatsachen aufgebauscht und deren Bedeutung mit der Realität abgeglichen"

Beispiel: n-tv, the onion, etc.

In Appositionen, bei Parenthesen und erklärenden Einschüben – etwa in diesem Beispiel – kann der Gedankenstrich das Komma als Satzzeichen ersetzen. Der Gedankenstrich wird in dieser Rolle vor allem dann eingesetzt, wenn beim Lesen eine Denkpause eingelegt werden soll. - wiki

Ist die Nachricht zu klein oder eignet sie sich nicht für ein "Drama" oder stellt bereits ein natürlich abgelaufenes Drama dar, welches sich nicht weiter aufbauschen lässt, dann wird der Informationskern einfach immer wieder rotiert. Mit dieser leiernden Wiederholung lassen sich übrigens auch Tatsachen verdecken, in dem nur das wiederholt wird, was gehört werden soll, oder so oft, bis keiner mehr fragt warum.

Überschriftenschema (Bsp.): 
"Mann beißt Hund"


Artikelschema (Bsp.): 
 "Hund wird von Mann gebissen. Der Mann, der den Hund beißt ist ein Mann. Der Hund ist derjenige, welcher gebissen wurde. Es war der Mann der den Biß ausführte. Wie in Überschrift und vollständig in der URL bereits zu entnehmen war, biß ein Mann den Hund."

Das dies sehr verwirrend sein kann soll das nächste Beispiel auch für die genigte Blogleserschaft erkennbar machen. <irony>Das Nachrichtenteam hat in folgendem Beispielartikel die Fakten ein wenig versteckt. Nur wenn man alles aufmerksam liest, dann erfährt man warum das Auto aus dem Verkehr gezogen wurde. </irony>

Beispielhttp://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Polizei-zieht-VW-Bus-mit-24-Insassen-aus-dem-Verkehr-id25887806.html

"Die zwei Dutzend Wiederholungen brachte die Zeitung ins Netz - ich musste dreimal lesen, um alle Informationen in den Kopf zu bringen."
...
Polizei zieht VW-Bus mit 24 Insassen aus dem Verkehr - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Polizei-zieht-VW-Bus-mit-24-Insassen-aus-dem-Verkehr-id25887806.html


Herve Bazin schlug erweiterte Interpunktionszeichen vor: für Zweifel (Point de doute.svg), Gewissheit (Point de certitude.svg), Zustimmung (Point d'acclamation.svg), Autorität (Point d'autorité.svg) und Liebe (Point d'amour.svg) - wiki

Zum Schluß stelle ich noch eine der kreativsten Möglichkeiten vor: Die Wortschöpfung. Durch Verkettung von starken Nomen, die emotionsbeladen sind mit einer alltäglichen Handlung, so dass über das Vehikel der Selbstidentifikation mit der allt. Handlung eine Annäherung an die Wortschöpfung entstehen kann.
Überschriftenschema: 
"[destruktives Nomen]-[destruktives Nomen] [alltäglich vollzogene Handlung]"


Was ich hier als destruktives Nomen bezeichne, dass darf natürlich auch erstmal alles sein, was im Auge des Betrachters (entlang der Erwartung der Leserschaft) für Kontroverse sorgt. Ob das nun Verbrechen sind, moralischer Verfall, Sittenbruch, eine der Todsünden oder der Name einer Persona non grata, das spielt für das Schema keine Rolle.


Artikelschema:
"
During our article we describe a mock crime scene. This is a dramatization of what we think occurred. ENJOY!"


Eigentlich fällt das unter die klassische Dramatisierung und Aufbauschen von Nachrichten, die eigentlich keine sind. So wie oben bereits vorgestellt, allerdings kommt man bei der Lektüre schnell zu einem Eindruck, als sei eine zweite treibende Kraft dabei die Inensität des Artikels zu untermauern. Dies sind diesmal die erfundenen/ falsch zitierten/ aus dem Zusammenhang gerissenen/ un- oder mißverständlichen/ arbiträren/ unüberprüfbaren Statistiken:

"Im vergangenen Jahr starben 944 Menschen an übermäßigem Rauschgiftkonsum - so wenige wie seit 25 Jahren nicht mehr."

An diesem Satz ist alles falsch und es ist der, der eigentlich die Nachricht ausmachen müsste



Beispiel: http://www.n-tv.de/panorama/Der-Gewalt-Rausch-kommt-per-Post-article10729201.html
 
Dazu der Weltenrichter: um dem verstorbenen henoth gasknecht die ehre zu erweisen, wird das internet heute geshitwiped und alles unnötige gelöscht.

Frage heute (1)

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Freitag ist nun Fragetag. Jede Woche wird eine Frage gestellt, dessen Antwort nur Gott weiß.  Man kann außer der Einsicht nicht viel gewinnen, es ist mehr ein Schritt zurück in die Richtung von Web 1.0 als es noch darum ging sich berieseln zu lassen, aber nach der Berieselung aktiv suchen zu müssen. Ich stelle also vor:

 

Die Frage heute

Was stellen die Architekturdetails der Umm-al-Qura-Moschee dar und zu welchem Anlass wurde sie gebaut?


Keiner hat die Absicht ein Paket zuzustellen

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Mi, 22.05.2013 13:16 Uhr -- Die Sendung wurde fehlgeleitet und konnte nicht zugestellt werden. Die Sendung wird umadressiert und an den Empfänger weitergeleitet.

Ich sehe rot.
Wenn das Paket morgen nicht da ist, - denn heute ist es offensichtlich nicht da, -wenn es also morgen nicht irgendwo abholbereit liegt, dann gnade denen deren Gott.

Und wenn ich rausbekomme, dass das

  • a) Paket beschädigt wurde
  •  b) gestohlen/ als vermisst gemeldet oder 
  • c) in unorthodoxerweise beeinträchtigt 
dann werde ich kreativ. Ich denke an so kleine sachen. Sachbeschädigung, Sabotage, Aussstandsetzung, stellen von Fallen, Graffiti, Folie über den topuchscreen kleben und natürlich Plakate mit treffenderen Aussagen.





Der Rechner ist neu und macht sich gut, wenn auch das tal, durch dass ich gehen muss ein tiefes ist, bis ich meine zufriedenheit erhalte

  1. DHL nuff said
  2. ich öffne das paket, schalte ihn ein, er geht aus. Warum? Ich öffne den tower, sehe hinein und blicke direkt auf eine blanke CPU. wtf 
  3. Ich kenne nun auch den Atelco-Laden an den Ringen. und selbst in der kurzen zeit, in der man einen Lüfter kauft, bekommt man ein Ticket. 
  4. Der Rechner ist da, das Internetkontigent ist weg
  5. ich installiere Windows auf der 3TB Festplatte. geht nicht
Was ich nicht wissen konnte: das "normale Bios" unterstützt nur MBR bis 2TB und ab da muss man ein UEFI Bios verwenden, mit GPT. Als ich das nicht machte, und (zuächst, nur wie ich dachte, bis ich Partition Magic hervorhole) zunächst auf einen der 3 Gigabytes verzichtetete, um dann jetzt mal ENDLICH ein system zu haben....und alle sachen schonmal auf diese partitionenen zog -
wurde mir schmerzlich bewusst, dass ich die ganze platte leer machen, neupartionieren und windows neuinstallieren muss um das überhaput möglich zu machen. Hardwarekrüppel.

ok aschlecken 
windows läuft - erstmal ne runde zocken
DACHTE ICH
Ich habe dann mit dem Internetkontigent, welches übrig ist, wenn die 30GB Traffic des LTE aufgebraucht sind von Monatg bis Donnerstag tag und nacht ununterbrochen die 4,3GB für den shit laden lassen. Donnerstag abend, wohlgemekrt.

Was man auch macht, man eröffnet sich ein weites neues Feld des Micromanagements.
wer das nicht nachvollziehen kann, aber DUNE2 auf Amiga/PC (kompatible) gepsielt hat, der könnte es zumindest ahnen:
Wenn man wirklich JEDEN einzelnen Fusssoldaten anklicken und ihn mit befehlen fütttern muss
und wehe man macht es nicht, dann hat man keine Chance.

Ich kann aus der Sache noch keine Lehren ziehen. (Wen verfluchen, was meiden, welche Rache anwenden, welche Gruppe pranken, wie politisch positionieren usw)
Aber ich glaube der trick ist, DARAN spass zu finden. Also so im Leben auch.