Frage heute (11)

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Freitag ist Fragetag

Jede Woche wird eine Frage gestellt, dessen Antwort nur Gott weiß. (hier ist ein Gottesbeweis)
Man kann außer der Einsicht nicht viel gewinnen.
Es ist mehr ein Schritt zurück in die Richtung von Web 1.0, als es noch darum ging sich berieseln zu lassen, aber eben nach seiner Berieselung aktiv suchen zu müssen.
Ich stelle also vor:





  Die Frage heute

Was meinten unsere Mitbürger aus der Ost-Zone, wenn sie von  Froschfotzenleder sprachen?

Nichts ist erfolgreicher als die Dekadenz

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Was will der Mensch eigentlich? 

 


Wenn ich diese Frage stelle, dann zielt sie auf die Meta-Ebene ab. Auf einen Diskurs um die zu schaffende Struktur und deren Nachhaltigkeit, die über den Moment hinausgeht.

Zunächst, werdet ihr den Arm heben und alle zugleich wissen wollen, Henoth, warum stellst, Du diese Frage? Weil ich diese Frage interessant finde, im Hinblick auf die Beantwortung der Frage nach den Motiven für gewisse Taten. Motive, die mir zunächst nicht klar sind, oder nur schwer erklärbare Ursprünge zu haben scheinen. 

Unterschiedliche Gruppen sind unterschiedlich, weil sie andere Ziele haben. Haben Sie diese, weil sie eine andere physische oder ökonomische Ausgangsbasis haben oder weil sie einen wissensvorsprung besitzen oder sind diese beiden Standpuntke sogar verknüpft?
Dabei ist es mir gleich ob es sich um politische oder religiöse Zusammenkünfte handelt, ob um Interessenverbände, Fanclubs oder Staatenbünde.

Weil ich es aber von Gruppenideologien nicht lösen kann, soll keine über den Globus gleichklingende Struktur heruasgearbeitet werden. Vielmehr interessiert mich der kontemporäre Inhalt meines Kulturkreises, in dem ich mich bewege und dessen Auswirkungen auf mich Anteil haben. Also könnte ich die Frage besser anders stellen: Was will der Deutsche/ Europäer/ Westler eigentlich?

Wenn ich zum Beispiel feststelle, dass es eine Bestrebung gibt, die Öffentlichkeit mit einer Struktur zu durchziehen, die für jeden gleich greifbar sein soll und für alle einen Platz vorsieht, welcher die Macht auf die Veränderichkeit der Struktur für ihn sichern soll. Und auf diesem Myzel sollen dann Begriffe wachsen wie:
  • Würde
  • Sicherheit
  • Gerechtigkeit
  • uvm
Die dann für alle gleich verfügbar zu pflücken und von allen gleichermaßen zu pflegen sind (in der Idealvorstellung). Wenn ich jetzt also beobachte, dass eine  große Gesellschaft eine komplexe Struktur von gesellschaftlichen Regeln und Normen über einen langen Zeitraum aufgebaut hat und sich der Mehrheitsbegriff (Demokratie) als Schwerpunktsetzende Entität herausbildet, dann hinterfrage ich auch die Mechanik dieser Schwerpunktsetzung (z.b. hinsichtlich den Regeln der  Diskursethik) und die aktuelle Form der Nutzung von Macht zur Veränderlichkeit der Struktur (die   Repräsentativität einer Demokratie).

Warum muss man das jetzt auch noch für alle regeln?


Meine Kritik wird zweifelsohne weder auf die Idealvorstellung der Ideologien noch auf die fern von der Vorstellung befindliche Umsetzung in der Realität abzielen. Ich kann mir genug Beispiele vor Augen halten, wo den Teilnehmern dieses Diskurses dieser Apparat sehenenden Auges ad absurdum geführt wird und werde deshlab Abstand davon nehmen Apparat, Beispiele, Teilnehmer oder Auswüchse zu bagatellisieren, in dem ich sie witzig erläutere.

Viel eher möchte ich ganz platt erfahren, was der Einzelne eigentlich will, was seine Agenda ist, was er dafür bezahlen will oder besser was er dafür aufgibt, um zu bekommen. Denn ich habe die Vermutung, dass dies hier zum beispiel unser Preussisch und Nationalsozialistisch (uvm.) geprägtes Volk einen Hang zur Selbstaufgabe hat, wenn dies einem höheren Ziel dienen kann.



Das Äußerste, das heute zu denken gibt, verbirgt sich in den Routinen der permanenten Revolution, von der wir wissen, daß sie zu Eigendynamik fortgeschrittener geld- und wunschbewegter Gesellschaften gehört und die früher oder später eine erneute Konterrevolution des Politischen gegen den Primat des Ökonomischen provozieren wird. - Sloterdijk, aus: Das Menschentreibhaus, S.11

Es wird so sehr darauf geachtet, dass alles einen Kanon hat, eine Beschriftung und Reglementeierung, dass Strukturen geschaffen werden, die selber wieder so komplex sind, dass man Spezialisten ausbildet, die Repräsentative Zweige ausbilden, um die einzelne Person in diesen Strukturen zu vertreten:

Beispiele Interessenvertreter
  • Anwälte
  • Politiker
  • ...
Beispiele ökonomisch differenzierte Vertreter
  • Steuerberater
  • Anlageberater
  • angestellter Fachmann
  • ...
Das ist natürlich nicht neu, denn die Differenzierung ist eine deutliche Form des Fortschrittes. Fortschritt wohin allerdings. Schärfen wir den Blick für eine Zunkunft, in der die Differenzierung "abgseschlossen" ist. Das ist somit dann auch die vollständige Übergabe der eigenen Isonomie an den fachlichen Stellvertreter, entgegen der teilweisen Repräsentierung durch die z.B.o.g. Agenten. Die Form der Herrschaftsverwaltung habe ich mal dem Grad der Machtverteilung nach aufgetragen.
Von der Anarchie, in der niemand Herrschaft akzeptiert bis hin zu Formen, in denen Herrscher die Macht in sich vereinen, und dann Agenten, die repräsentativ für alle Handeln und somit die Macht virtuell distributiv verteilen.




Denkt man diese Differenzierung und Gleichverteilung bis zu dem Punkt zuende, wo es vollkommen ist, dann stößt dies schnell an die Grenzen des operativ Vorstellbaren. Es müsste sich ein völlig anderes Bewusstsein ausbilden, welches die Ablösung von der Unsicherheit der gewählten Vertretung und anstelle eines Gewissens und Vertrauens eine reziproke Zuversicht stellt; es müsste ein Schwarmbewusstsein entstehen.

Warum müssen wir Feinstaubzonen und Schlangengurken reglementieren?

"Der Stadtverkehr trägt zur lokalen Belastung oftmals zu mehr als 50 Prozent bei, wie die Messungen der einzelnen Städte belegen. Das liegt allerdings oft nicht an den Dieselrußemissionen der Motoren selbst, sondern wird durch Bremsstaub, Reifenabrieb und vor allem der Aufwirbelung des bereits vorhandenen Feinstaubs verursacht." - wiki

Haben wir uns also aufgemacht, den Weg für dieses Kollektiv zu ebnen? Sind die Dinge, die wir uns gerade wünschen nur Meilensteine auf der operativen Straße der Entwicklung? Wünschen wir uns die verschränkenden Herrschaftsformen deshalb so sehr, oder haben wir nur gerade genug Freizeit um darüber nachzudenken?

Wir haben wahrscheinlich einfach genug Luft, um noch ein paar Kapriolen mehr zum machen, die These, wir würden mit wenig technischem Fortschritt und somit geringerer Arbeitsproduktivitätuns nicht über solche Hürden unterhalten, sind aber nur zum Teil korrekt.



 Es gibt in der europäischen Tradition seit der Römerzeit eine Sorge um "drohende Dekadenz", die von der Beobachtung ausgeht, daß Gesellschaften nach langen Friedensszeiten ihre Orientierung an der ständig aufrufbaren Gewalt- und Kampfbereitschaft sowie der Opferwilligkeit der Individuen zugunsten der eigenen Kulturgruppe verlieren. Solche Sorgen stellen den "gesunden" Kampf an den Anfang und die kampflose Dekadenz an das Ende. An der Römerideologie - der Krieg als Erzieher und Antidekadenzprogramm - haben noch die modenen Nationalstaaten angeknüpft. Die radikale historische Anthropologie stellt dagegendie "Dekadenz", das heißt das psychosomatische Luxurieren der Menschen an den Anfang und läßt die Kampfdressuren in den Kriegskulturenerst sehr spät folgen.
- Sloterdijk, Fußnote zu Dekadenz

Denn der technische Fortschritt bereitet uns nur die Möglichkeit, sprich den ökonomischen Vorsprung, der notwendig ist, zur o.g. Entwicklung der Herrschaftsverteilung, nicht den Ursprung des Willens. Das Motiv verbirgt sich hinter der Form und es wird schnell deutlich, was in Kauf genommen wird, was ausprobiert werden möchte um der Reinform des Ergebnisses möglichst nahe zu kommen.


Unter Perspektiven der Evolutionstheorie wahrgenommen, ist die umweltdistanzierende Technik der Vormenschen und erst recht der beginnenden Menschen immer schon indirekte Gen-Technik gewesen - Selbstbehausungstechnik mit der Nebenwirkung Menschwerdung. Sie setzt, wie jede Entlastungstechnik weitreichende Verwöhnungs- und Verfeinerungseffekte frei. Daß dieser eher unbemerkten verwöhnenden Grundtendenz der Humanrevolution in zahlreichen Kulturen historischer Zeit eine Maske aus sekundären Abhärtungen, Verrohungen und männlichen Kriegertugenden überzogen wurde, hat bis in die jüngste Zeit den Einblick in die Werkstatt der Evolution erschwert. Man hat sich zu sehr von der Gewalt und ihren inneren und äußeren Niederschlägen beeindrucken lassen. Es ist an der Zeit einzusehen, daß im Hinblick auf den Menschen gilt: Nichts ist erfolgreicher als die Dekadenz.
- Sloterdijk, das Menschentreibhaus

Dies beantwortet zwar nciht meine Frage im Detail nach den Gründen einzelner operativer Tätigkeiten, die in Fage zu stellen wären, wie das Phaenomen der Feinstaubzone in Deutschen Innenstädten es gibt jedoch einen Hinweis wohin die deutsche Tugend "alles zu Reglementieren" und Weltbester Exporteur von Gesellschaftsspielen zu sein in Wirklichkeit drängen will und was die tätliche Maskierung für eine modehafte, ja sogar unreife oder unterentwickelte  Form ist dies zu verpacken. Wie als wären wir als menschen gerade erst aufgewacht und neiden uns zunächst die Klarheit in einem sozialen Kater. Global ungleichmäßig neidvoll, effizient und verbündet aber geeint in einem prä-Logos, etwa wie 13-jährige, die in der Blüte ihrer Jugend stehend, gebaren wie Erwachsene.

Wo die Kompetenz hingegangen ist (extern)

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Ich kann diesem rant hier nichts hinzufügen. Sogar seine Lösungen sind gut. Vielen Dank an Cartellbruder Trichter für diesen Hinweis.

Frage heute (10)

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Freitag ist Fragetag

Jede Woche wird eine Frage gestellt, dessen Antwort nur Gott weiß. (hier ist ein Gottesbeweis)
Man kann außer der Einsicht nicht viel gewinnen.
Es ist mehr ein Schritt zurück in die Richtung von Web 1.0, als es noch darum ging sich berieseln zu lassen, aber eben nach seiner Berieselung aktiv suchen zu müssen.
Ich stelle also vor:





  Die Frage heute


Welche stereotype Klassifizierung verbirgt sich hinter dem schwedischen Bundesliga-hår ?



Wann werden Punketten den Barock überwinden?

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Ich weiß nicht ob alle mit diesem Phänomen vertraut sind, ob viele noch denken, das wäre ein nett gemeinter kreativer Scherz oder sogar nur eine Laune oder eine Mode -  aber ich sehe im Steampunk noch etwas anderes. Henoth, werdet ihr sagen, warum magst du denn das nicht leiden, hörmal?

Och, das ist ganz einfach. Dafür gibt es direkt eine ganz Reihe von Gründen, die ich euch nicht vorenthalten will. Zum einen ist es der Stil des Barock, welcher, wenn zunächst alles verklärt und überziseliert dargestellt wird, bestimmt denen einen oder anderen verzaubern mag, der auch Harry Potter Bücher mit Begeisterung liest. Oder Leuten die einen Kragen tragen, gepuderte Gesichter mit weißen gelockten Perücken haben mit Strumpfhosen und eine Schnalle auf dem Schuh. Alles stinkt nach Scheiße, weil Ignoranz auf Prunk trifft und die Stadt anstatt Kanalisation eine viele Siegessäulen baut.

Und da wären wir auch schon beim nächsten, entscheidenden Punkt: Die Unwissenheit. Denn was die Renaissance an Wissen wieder ausgegraben hat und viele Erkenntnisse, die eine wissenschaftliche und technische Nasenlänge hätten bedeuten können wurden durch persönlichen Geschmack einzelner, begrenzte Vorstellungskraft vieler, politisches Ständedenken und dem Halbwissen aller in Gefahr gebracht. Nicht umsonst, spricht man über die Epoche danach von der Aufklärung. Wir können uns also glücklich schätzen, dass wir dieses Zeitalter hinter uns haben und ich sehe keine Beweggründe, dies zu wiederholen.

Sicherlich, große Maler und bedeutende Architekten haben nahezu Wunder vollbracht, einen üppig überladenden Prunk zur Schau zu stellen. Aber eben auch auf Kosten von interessanten anderen Werten, wie Dauerhaftigkeit, Ergonomie oder zum Beispiel Funktion. Wenn ich also sehe, dass nun der Steampunk sich als Stilrichtung versteht einen Retro-Futurismus zu entwerfen, welcher sich nicht entscheiden kann jeweils der Mode des Barock, dem technischen Design des viktorianischen Zeitalters oder dem Science-Fiction des 21. Jahrhunderts mehr in den Vordergrund zu stellen, dann sehe ich eigentlich nur Will Smith vor mir, der all dies noch als fiese Klamotte im Wilden Westen konterkariert. Und das ist erstrebenswert?

Was mich daran stoert, ist der Grad an Verbreitung.
- der Plattenrichter


Ja und Nein. Erstmal warum es erstrebenswert ist, sich über die Dinge Gedanken zu machen, welche die Technik des viktorianischen Zeitalters geprägt haben  - denn über den Barock, meine treuesten Vermeider, brauchen wir nicht mehr, nie wieder, zu sprechen.
Es ist der Dampf, welcher dem Steampunk seinen Namen leihen möchte, aber es war auch ein entscheidender Schritt in Technik und Kultur des Menschen, welche durch die Dampfkraft angetrieben wurde. Es wurden mechanische Lösungen für Probleme gefunden, durch neue Finessen und Fortschritte in Werkstoff- und Verarbeitungstechnik. Antriebe wurden komplexer und kompakter, Motoren wurden gebaut, Fabriken und Fahrzeuge, neue Modelle von Gesellschaften etablierten sich und die Inustrialisierung begann ihren Siegeszug.

Jetzt ist es kaputt gegangen. Jetzt ist es nur noch Steampunk.
- H.G.


Und heutzutage, wo für die meisten bei einer Dampfmaschine bloss noch eine Vorstellung von einem Bügeleisen haben, beginnt also eine plötzliche Romantisierung und Verklärung der Thematik, welche nun zu einer beschissenen Blaupause, einem Witz, einer Karikatur dessen hochstilisiert wird, was es einmal gewesen ist? Wahllos Zusammengeklaubte Dinge aus verschiedenen Zeitaltern?

Steam punk ist: Ich klebe eine Radioröhre auf eine Schraubenmutter und befestige dieses mit einem Lederband an meinem Fahrrad. Schrottkunst also.
Wenn ich mir also ein paar bronzene Zahnräder an den schwarzen Zylinder klebe, bin ich also schon Steampunk? Warum ist dass denn so? Weils jetzt keine Zahnräder mehr gibt oder weil diese Punsk zu blöd sind, zu verstehen wie die eingesetzt werden?
Wie wäre es, wenn diese feinen technischen Geräte nicht ihrer historisch korrekten Bauweise beraubt werden, um billige Schießbudenabziehbildchen zu werden und diese statt dessen repariert und geölt werden?

Natürlich "brauchen" wir keine Schreibmaschine mehr, aber noch weniger brauche ich einen Computer, der aussieht wie eine liederlich zusammengeflickte Scheiß-Schreibmaschine (vs. einer echten Ingenieursleistung aus dem frühen 20. Jahrhundert!), die mit Kleber zusammengehalten wird, wo an dessen Seite ein paar weitere Zahnrädern zur Dekoration angeklebt (sic!) wurden. Wofür sind denn Zahnräder da? Zur Dekoration? Wie kann man denn mit einem Zeitalter kokettieren, das für technische Errungenschaften steht, in dem man selbiges völlig ignoriert?


Das ist für mich die selbe Scheiße, die damals zu He-Man geführt hat:  
Was ist gerade modern bei den Kids? Sword&Sorcery, Militär oder ScienceFiction? Ah, Conan der Barbar läuft gerade im Kino, also nehmen wir Sword&Sorcery und machen einen auf wilden Verwandlungsprinzen. Wir nehmen einfach irgendwas und mischen es mit irgendwas anderem. Ob das Sinn macht oder nicht.





Originally, He-Man was presented to Mattel executives not as drawings and wax models, but in the form of the He-Man Trio: three three-dimensional prototype models depicting He-Man as a barbarian, a soldier and a spaceman. Out of the three concepts, the barbarian version was chosen to be the basis of the toyline.  - wiki



Als die Sache 1990 nicht mehr so gut lief, haben sie die Komponente Weltraum mit eingestreut, weil es gerade unglaublich en vogue war bei den Zeichentrickserien alles in den Weltraum zu verlagern und sich verwandelnde Raumschiffe zum Kampf einzusetzen. So wurde aus He-Man der Master of the Universe. Den Kindern kann man kaum einen Vorwurf machen zwischen Teenage Mutant Hero Turtles, Biker Mice from Mars und Samurai Pizza Cats. Aber wenn man älter wird und zwischen R/L und TV unterscheiden kann...
- Ihr könnt mir noch folgen, "Barbar im Weltraum" und so?



 Wer das nicht abstrus findet, der findet auch Kraegen gut oder eben Steampunk und klebt sich Zahnräder auf irgendetwas drauf oder trifft sich in second life in steam punk gay clubs.

Eines dürfen wir natürlich nicht außer acht lassen: Der Steampunker ist ein Punker und daher ist es seine Natur den gesunden Menschenverstand abzulehnen und alle, in der Gesellschaft verankerten Normen und Wissenschaften. Da ich aber augescheinlich kein Punker bin, wird hier schnell deutlich, dass ich auf eine billige Provokationshaltung hereingefallen bin. Es wird nicht wieder vorkommen, wir brauchen es also nicht ernst zu nehmen. Geht weiter hin und schmückt euch mit Teilen kaputter Maschinen, die ihr nicht versteht, liebe Steampunketten. Ich bleibe dabei Maschinen ihres Zweck und Nutzwertes hin zu beurteilen und zu pflegen.

Charakteristisch für den Punk sind provozierendes Aussehen, eine rebellische Haltung und nonkonformistisches Verhalten; deutsche Bezeichnungen sind auch Punker und für weibliche Punks Punkerin (Plural: Punkerinnen) oder (selten) Punkette (Plural: Punketten).- wiki







Was haben mein Führerschein und mein Kampf gemeinsam?

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Huch, die Urheberrechte von Adolf Hitlers Buch laufen aus und die ersten wittern bereits einen Markt. Aber, Freunde, beruhigt euch - die Diskussion entbrennt wieder mal über etwas ganz anderes als die bloße moralische Verwerflichkeit, die sich hier anbieten würde.
Oder ob sich das Buch besser im Format eines Coffee Table Book, denn einer Fliesentischunterlage machen würde.
Oder ob sich das mit dem Urherberrecht nicht ein bischen erledigt hat - bei dem Werk, vieleicht weil die Schrift selbst verboten sein könnte, villeicht weils einfach keiner kaufen wird.

Nein, es wird kritisiert, dass dieses Buch in einer "historisch-kritischen Ausgabe" herausgebracht werden soll und zwar zum Beispiel editiert vom Münchner Institut für Zeitgeschichte. Unerhört!


Nun habe man die Verbreitung des Werks nach dem Wegfall der Urheberrechte Ende des Jahres 2015 nicht mehr unter Kontrolle. - BR


Und ist es nun die Kontrolle nach der man sich sehnt? Oder ist es die Befürchtung, das Buch würde plötzlich die gleiche Auflagenstärke erreichen, wie vor 90 Jahren, kurz nachdem der Adolf für seinen Umsturzversuch in Landsberg incarceriert wurde und ihm dies Gelegenheit gab seine Nazi-Bibel zu schreiben?


Das Interesse an dem Buch wird dadurch bezeugt, dass es schon vor der Machtergreifung und der kostenlosen Verteilung 241.000 mal verkauft worden war und auch die Exemplare in Bibliotheken sehr gefragt waren. - wiki

Als 1944 die Gesamtauflage 10,4 Millionen Ausgaben betrug, kann man leider im Zusammenhang mit den kostenlos verteilten nicht von einem Bestseller sprechen. Denn Geld hätte man damals sicherlich nicht ausgegeben, um "Hitlers Ferientagebuch aus Landsberg" in Buchform zu bekommen. Aber damit schafft er es imemrhin auf Platz 90 der erfolgreichsten Bücher nach gedruckten Exmplaren.

Dass 1945 aus dem Bleisatz von diesem Buch in eingeschmolzener Form die erste Druckplatte der Süddeutschen Zeitung entstanden sein soll, darüber lasse ich euch frei zu deuten und über die Zeitung zu urteilen. Auch was das "Fahrenheit 451" der letzten 70 Jahre um dieses Buch betrifft, kann man die Stimmung ganz gut einfangen, wenn man sich mit der Grimme-bepreisten Folge des Tatortreinigers auseinandersetzt.

»Meine Arbeit fängt da an, wo sich andere vor Entsetzen übergeben.«
(Schotty)


Als ich aber selber vor 5 Jahren nach Landsberg kam, da habe ich auch etwas geschrieben. Ich schrieb einen Weblog darüber, wie man einen Führerschein im EU-Ausland macht und warum mich die polnischen Fahrlehrer und Prüfer hassen und durchfallen lassen. Dies zu lesen war natürlich kostenlos, es war schließlich ein Netzblog. Zu gerne hätte ich aber auch die gleiche Auflagenstärke erreicht, wie Adolf. Zu gerne hätte ich auch meine Vorstellungen über die Rechttfertigungen des Straßenverkehrsamtes verlautbart. Zu gerne hätte ich das Bewusstein in Deutschland geweckt für eine neue Form der Unterdrückung und Entmündigung, welche Akzeptiert wird wie Nationalsozialismus 1936.  -  Aber ich kam nicht an die Internetmacht und bisher sind es auch nur 2879 Leser, die meine Aufklärung erreicht hat.

Was ich damals ahnte war, Landsberg war früher ein Teil vom deutschen Reich; es wird heute nur noch Gorzów Wielkopolski genannt. Diese Stadt liegt an der Warthe wohingegen Adolf's Landsberg an der Lech liegt. Ich nehme an, das ist Distanz genug für den Moment, aber für einen Kalauer hat es gereicht.

Und jetzt geht hin und bestellt eure Kindle-Ausgabe von diesem Buch bei Amazon, damit amerikanische Firmen an Hitlertexten verdienen können. Das macht es schließlich erst wirklich absurd.


Captain Obvious wird zum Kapitän des Internetz

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Wenn mir noch einer einen link zu einer Abhandlung auf dem Netzportal einer reellen Zeitung schickt, die den melodramatischen Sturz eines vermeintlich groovigen Netzkritik-Bloggers zeigt, der eigentlich aus der Werbe-Industrie kommt; wenn ich nochmal irgendwo lese, dass man rumerzählen muss, dass das Internet kaputt sei und man nun nichts mehr trauen könne; wenn mir noch einer dieses uninteressante, wenig reflektierte und völlig überholte Thema durch diesen, eigentlich vorwärtsgewandten, aber nicht unabhängigen Netzreporter als Gesprächsthema anbietet...

Dann werde ich ihn/das Thema ignorieren.




Was wollt ihr denn dazu hören? Das Thema ist über 5 Jahre alt. Ein "Ja, Stimmt." brauchen wir doch nicht heimlich auf ein abgerissenes Stück Papier zu kritzeln und gefalten, heimlich hinter dem Rücken des Lehrers durch die Klasse zu werfen? Oder vielleicht doch?
Müssen wir uns doch alle nochmal in den Stuhlkreis zusammensetzen, einer bekommt das Rede-Säckchen in die Hand, darf es weiter reichen, wenn er fertig ist mit seiner Ausführung, in der wieder jene Lobster vorkommt, welcher nun die neuartige Absage ans Internet ausgeteilt hat.
Ja, ist das notwendig?
Nun gut, dann füllt jetzt bitte jeder von euch unsäglichen die nachstehenden Felder aus und beim schließen des Browserfensters werden die Daten automatisch zu ihrem Nutzen geführt, genauso wie die Diskussion, um diesen Herren zu einem Nutzen geführt wird, wenn man das Browserfenster mit dem Konterfei selbigens schließt.

Klarname:


Netz-Angst:

Wer das alles, was der rote Lobster so effekthaschend thematisiert noch nicht so ganz von alleine mitbekommen hat, der hat sich eigentlich auch ein bischen selber für das Aufklärererische Internet diqualifiziert. Geht noch ein bischen mit den Tintenstrahldruckern spielen, die sind bestimmt noch verstopft. Der "Klassensprecher für das Web 2.0" holt euch dann schon wieder rein, wenn die Erwachsenen des Internet 1.0 sich wieder über Pornos und Kätzchen unterhalten.

Denn der Sascha ist zwar Advokat für die richtigen Werte, er ist auf unserer Seite, aber was er verbalisiert, das ist für die Menschen gedacht, die bisher gewartet haben, bis der Drucker endlich seine Kopfreinigung und Düsenprüfung beendet hat, damit sie seinen Blog lesen können. Er schreibt in einer etablierten, respektierten Zeitung (was für aufgeklärte Nutzer nicht notwendig ist, dieses Merkmal!) für die Riege von Personen, die zwar die Entscheidungsgewalt in einem der fortschrittlichsten Industrieländer der Erde haben (was für eine Floskel! - Gibt es Industrieländer auf anderen Planeten?), aber denen der Überblick über netzpolitische Themen vollkommen abgeht. Die haben nicht nur keine Ahnung, die haben auch gar keinen Bock darauf.
"Dobrink wird Internetminister" und der hat nichts besseres auf seiner Homepage zu verlautbaren als "Bayern ist unvergleichliche Landschaft, gelebte Tradition, jahrhundertealte Kultur." in seinem kleinen Dossier. Ich stelle also die Frage:

Was haben Bayerns jahrhundertealte Kultur und die aktuelle Diskussion um das Internet gemeinsam?

 

Wieder könnt ihr, meine treuesten Web 2.0 Nutzer, hier eure Antwort eintragen. Da, ich oben bereits versprach, dass eure Daten nicht gespeichert werden, könnt ihr also auch sorgenfrei gleichzeitig eure EC-Karten-Geheimzahl (4 stellig) mit dazu schreiben, bevor ihr die Antwort abschickt.

Antwort:


EC-Karten Geheimzahl:



Frage heute (9)

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Freitag ist Fragetag

Jede Woche wird eine Frage gestellt, dessen Antwort nur Gott weiß. (hier ist ein Gottesbeweis)
Man kann außer der Einsicht nicht viel gewinnen.
Es ist mehr ein Schritt zurück in die Richtung von Web 1.0, als es noch darum ging sich berieseln zu lassen, aber eben nach seiner Berieselung aktiv suchen zu müssen.
Ich stelle also vor:




  Die Frage heute


Als sich Peter Gabriel, Genesis, Phil Collins, Sting und the Police mit einem neuen Klang für ihr Schlagzeug von Hugh Padgham ausstatten ließen - auf welche "studiotechnische Meisterleistung" Hugh's ist das zurückzuführen?



Die Zeichen der Zeit deuten

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Brazilian artist Henrique Lima (aka “gringo“) has created Mestre Fungo

Ich abonniere Nachrichtenüber den RSS-Feed. Das gibt mir nicht nur eine übersichtliche Ansicht verschiedenster Anbieter, es vergnügt mich auch derart, dass die Anbieter dieser Aneinanderreihung von Nachrichten nicht gut überprüfen. Und so kann es vorkommen, dass zwei Nachrichten hintereinander aufgezählt werden, obwohl sie aus verschiedenen Resssorts stammen und so nie nacheinander aufgezählt würden, merkwürdigste Assoziationen könnten entstehen. Denn es wäre ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Hier ist es allerdings heute, meines Erachtens, unerreicht klar und unmißverständlich, dass nun die Zeichen der Zeit gedeutet werden sollen - seht euch den Feed an und entscheidet selber. Was bedeuten diese Nachrichten für den den deutschen Konsumenten-Michel?

Als Bonus gibts die Artikel dazu auch als Screenshot, nicht dass das Propagandaministerium ähm der Norddeutsche Rundfunk sich morgen anders entscheidet.






Dies hier ist der Screenshot vom RSS-Feed der ARD Nachrichten von einem anderen Tag, die kognitive Dissonanz ist hier vielleicht nicht für jeden spürbar, ich finde es allerdings bemerkenswert, wie manche Nachrichten hintereinander eine Assoziation bilden und gemeinsam ein anderes Bild zeichnen, als sie es alleine für sch stehend, könnten.



Konklusion

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Wir befinden uns im Jahre 2014 n.Chr. das ganze Netz ist mit Idioten besetzt...
Das ganze Netz?
Nein! Ein von unbeugsamen Lesern bevölkerter Blog hört nicht auf, den Spinnern Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für Henoth, welcher nach 10 Werkwochen nun mehr Blogposts (50 Stück) als in seinen anderen bisherigen Blogs geschrieben hatte und mit 1500 Seitenaufrufen (inklusive Crawlern) und dem Beginn eines neuen Jahres, es nun Zeit ist für einen kurzen Rückblick und vielleicht sogar, seinen getreuen 6 festen Lesern eine Vorschau zu geben, welche zeigt, was das Jahr 2014 bringen kann.

" Der Kopf resümiert, das Herz resoniert, gehirnamputiert, entlasse ich den Speichelfaden in den Flokati..."  -  Cartellbruder Trichter

Thematisch hat dieser rants-Blog bereits einige Facetten abgegriffen, wie man an der Tag-Wolke gut erkennen kann.

 

Tags


Sicherlich waren nicht immer alle zufrieden und verlangten nach diesem oder jenen Urteil, einer Erläuterung oder waren abgestoßen von der Menge, an Buchstaben, die sie, um dem Verständnis des Subjektes näherzukommen, mit ihrer Pupille erfassen mussten. Dazu nur F.O. everyone!

"ich hätt so gern als 20 jähriger in den 70ern gelebt..... fuck it. aber wer weiss was in den nächsten jahren kommt. vielleicht wirds ja ncoh cool." - der Plattenrichter


Ja, ihr werdet sagen, Henoth, wir hatten großen Spass aber wir können das nicht ernst nehmen, so wie auch Du den Bär nicht ernst nehmen kannst.
Und ich werde euch nicht im Weg stehen mit eurer sperrigen Meinung, welche sich an allem stößt, wo ihr versucht seitlich dran vorbeizugehen, obwohl ich alle blogpolizeilichen Vorschriften bereits eingehalten habe.
Seht euch doch mal das Feld an, das bisher erzeugt wurde, ohne dass hier eine Beweihräucherung stattfindet, kann ich mit Phrasen und Floskeln behaupten, dass da bisher "schon was war". Und dass so mancher ein ganzes Jahr brauch um Artikelanzahl und Buchstabenmenge in die Waagschale zu werfen UND dabei auch noch etwas lesenswertes zu erzeugen.

 

Blog Archive


Erzähl doch mal

 Wie alles angefangen hat, das liegt im ersten Blogpost versteckt, wo ich erläutere, dass dort der Plattenrichter Auslöser war, quasi der Devon Miles der Foundation für Knecht und Vergasung. Und auch dieser macht sich Gedanken zusammen mit dem Plattentrichter, keinem geringeren als Mr. Luxurious Table-Mirror. Ich möchte mich nicht zu sehr in den Vordergrund stellen, aber ich meine ich gab selber den Anstoß dazu, die qualitativ guten Überlegungen über kontemporäre Musik, welche verbal an einem bestimmten Abend zu Bier und Fleisch geäußert wurden zu sammeln, editieren und als eine kongeniale Enitität der Welt für immer zur Verfügung zu stellen. Man kann hier also von einer Kettenreaktion sprechen.

dazu der Weltenrichter: "ich bin so froh das niemand meine gedanken lesen kann. ich sage nur wir könnten die art von büchern schreiben, die man schnell auf dem index, oder in lindas bücherschrank findet"

Denn was wäre das alles ohne den geschätzen Weltenrichter, welcher in allen Situationen befragt, immer eine abgerundete Einschätzung der Lage bietet und auch gerne eine neue Position bietet, die die Welt bisher nicht eingenommen hatte, um eine Bewertung vorzunehmen. Vieles, wenn nicht sogar das Meiste, was hier zu Tage kommt, habe ich bereits wie an einen Ombudsmann der Unmut an ihn herangetragen und reflektiert. Aber nicht genug, es wuchs noch lange unter der Oberfläche der Gedanken und brach dann irgendwann wie ein Eiterpickel der Wahrheit aus.

Baah, wer liest denn sowas?

Eine gute Frage. Die bereits benannten und inzwischen sind noch zwei, drei hinzugestoßen, wie der bereits befragte Cartellbruder Trichter und andere Gestalten. Das wars dann auch.
"Das will doch auch keiner wissen", oder, werdet ihr sagen, Henoth, kein anderer weiß eben was du immer meinst.  - Und wahrscheinlich habt ihr Recht, dieses eine mal, wenn ich in gesammelten Sprachcode-Ellipsen blogge.

Also was kann da noch kommen?

Sicherlich eine ganze Menge. Aber eines ist sicher: das Pacing wird sich ändern. Wer bereits die Frage im Kopf formuliert hat, der ist hinterher, ichsehe bereits die ersten ihre Demo-Schilder mit dem argumentativ wenig überzeugenden Edding 500 bemalen, womit sie Unmut und kindische Verlautbarung gkleichermaßen zum Ausdruck bringen, wenn ich sage, es gibt ab jetzt nur noch updates wenn ich Bock dazu habe und nicht mehr jeden Werktag. So sieht es nämlich aus, meine Damen und Herren.


"Man kann sich den Filmen hingeben, es ist soviel da." - Der Plattentrichter
So wurden auch neurdings Wünsche an mich herangetragen, Henoth sieh mal hier, was für ein Scheiß Wixxer oder sieh mal dort, das gibt es doch garnicht. Ja, das sehe ich, und doch, scheinbar schon.

Bestimmt werden diese Einflüsse auch tiefergreifenden popkulturellen Einfluss auf die weitere Umwelt erzeugen, als sie es bisher tun. Aber wie es der Weltenrichter so schön formuliert, man muss sich auch was für die Rente aufheben. Und bis dahin halte ich es so wie bisher mit der kleinen Ausnahme: Regt euch das wirklich so sehr auf?
Dann eröffne ich euch ein neues Ressort, einen neuen tag in diesem Blog:

Den Gastknecht 

Ihr seid nicht fähig abstrakt zu denken UND zu verfassen?
Kein Problem, gerne biete ich euch an, das wie eine Hebamme zur Geburt zu bringen, in dem wir uns darüber schriftlich unterhalten. Dann werde ich das bereits gesagte mit eurem Einverständnis editieren und ein neuer Gastknecht wird geboren werden, wenn euch der Zorn nur dienstbar zu Hand geht!

Caspar, Melchior und ... das Krokodil und tja... ääh... der Neger, da hat auch mitgemacht!

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Brazilian artist Henrique Lima (aka “gringo“) has created Mestre Fungo

Eigentlich gar keine Kraft mehr darüber zu reden.
Auch schon fast gar keine Lust, damit erneut anzufangen, ich hab das Gefühl ich bin in einer Schleife. Aber ich will es dennoch mit Gewalt in eure hohlen Scheißkköpfe reinprügeln, wenn notwendig.

Wie haben doch bereits schon letztes Jahr zusammen festgestellt, dass der Zehnt, den wir entrichten eine wichtige Stütze für die Gedankenkontrolle äähh ich meinte unsere menschenliebe Kirche ist.
Verzeiht meinen Ausrutscher, ich bin völlig ungehalten, ob der Diskussion, wofür dieser Zehnt (und alle anderen Einnahmen, wir sprachen darüber) jetzt 'plötzlich' verwendet werden.

Traditionell und der christlichen Ikonographie folgend ist einer der Sterndeuter als Myrrhe schenkender Mohr verkleidet. - wiki


Ich bin völlig baff. Wie kann man denn dazu aufschreien? Warum fragt ihr denn nicht vorher? Bevor ihr das Kaffeegeld und die hastig gerollten Fünfer (damit man nich sieht, dass es nur 5 sind, aber totzdem ein Schein) in die Dose quetscht; damit das Gewissen und die nervigen Quälgeister an der Tür ganz schnell weg sind; damit ihr diese Kreidescheiße an der Wand habt und keiner den Arm heben und sagen kann, "DER hat nichts gegeben, als die Kinder notdürftig waren"; ja, warum eigentlich?

... und WER schreit da auf?

Der humanistische Pressedienst. Denn das ist eine echte Knaller-Truppe, welche sich als säkularisierter Verband outet. Die Freunde haben nämlich ein Ressort "Religiotainment" benannt, wovon auch die o.g. Nachricht stammt. Mit einfachen Worten: Die haben die Idee vom Satanismus (kolpotiertes Christentum) genommen, aber die ganze Ritualscheiße und die Fixierung weggelassen und begründen alles mit Humanistischem Prinzip. Wirklich zum Anbeißen. Ach nee die Rituale haben sie größtenteils behalten, wenn sie dafür neue Namen gefunden haben ("Jugendweihe" statt "Firmung", etc.)
Und die sammeln auch starke Artikel, um deren Standpunkt auch nach allen Seiten hin festzutreten. Zum Beispiel dieser, welcher den Fingerzeig auf die "Doomsday-Klinkenputzer" mit einem Spritzer Slapstick verbinden will.

"Man unterscheidet daher zwischen zwei Arten von Säkularisation: Einerseits die Einziehung und Aufhebung von Kirchengütern und andererseits die Annektierung geistlicher Herrschaften" - wiki


Aber anstatt auch die Lebensfreude vom Satanismus zu übernehmen - Nein, das geht nicht. Es wird so wenig wie möglich geändert, damit man sich auch nicht so schwer tut. Nur eben diese "Kirchenobrigkeit und dieses Gottgedönse" soll ja nur weg.
Also die Bande möchte aus der Parole der Schützenbruderschaften "Für Glaube, Sitte und Heimat", lediglich das "Für Sitte und Heimat" hören, was sich aus meinem Blickwinkel, wenig aufgeklärt und auch ein wenig Plump anhört.

Denn wenn diese humanistischen Verbände "Kindertagesstätten, Sozialstationen, Beratungsstellen, betreutes Wohnen, lebensbegleitende Feierangebote, Sterbebegleitung und Trauergruppen" Deutschlandweit und in Gemeinschaft anbieten "ohne sich dabei an religiösen Glaubensvorstellungen zu orientieren", dann würde ich sagen, muss nun ein dritter Verband gegründet werden, der den humanisten das Wasser abgräbt und DIESE dann säkularisiert. Säkularisation heißt ja in dem Zusammenhang erstmal nur "Eigentum wegnehmen und die Herrschaft selber ausrichten".



Titel: "Andachtsbuch für gebildete Familien ohne Unterschied des Glaubensbekenntnisses"

Henoth, werdet ihr sagen, Henoth, sei doch froh, dass die Menschen "geben".
Ja, dann können wir alle froh sein, dass die Instrumentalisierung von kleinen verkleideten Kindern, die an Haustüren betteln, anstatt der Lösung zu Beendigung dieser niederen Tätigkeit näher zu kommen, inzwischen nicht nur Ritual geworden, sondern ins Kulturgut übergegangen ist. Was allerdings inzwischen so weit unhinterhfragt institutionell benutzt wird, dass es kleptokratische Züge vorweist (hier nochmal, wer oben noch nicht geklickt hat. Zweite Chance sozusagen).
 Und jetzt soll plötzlich alles im Argen sein?
Weil das Geld nicht für das Scheiß Fressen von Blähbauchkindern in Afrika sondern für das Essen von Dickbauchpriestern in Afrika verwendet wird? Ich sehe da keinen Unterschied:
  • in meinem Geldabfluß
  • in der Rückkehr von realen und virtuellen Gütern, angeregt duch diese Tat
Sind denn da wirklich so viele Idealisten hinter den Haustüren oder geht es den Menschen zu gut oder sind sie nicht fähig hinter Fassaden zu schauen (zu blöd)?
Nein natürlich ist es nie nur ein Grund. Aber der wichtigste zur Situation ist, dass es einfach Gewohnheit für die Menschen ist. Weil man das so macht. Weil man da Geld gibt. Weil man dafür seine Haustür von Kindern mit Kreide vollgeschmiert bekommt. Etwas wofür man sonst mit dem Kochlöffel aus dem Fenster den streichespielenden Kindern hinterhergedroht hätte. Allerdings auch völlig kontrolliert und für einen guten Zweck. Welchen nochmal?


"Des Weiteren hat die Unterstützung der Evangelisierungsarbeit in den Ländern Asiens, Ozeaniens, Afrikas und Lateinamerikas einen besonderen Stellenwert." - sternsinger.org

Außerdem, wer regt sich denn über Missionsarbeit auf? Das ist doch prima...
Wenn ich lese "die Wasserversorgung an Schulen seien mit 24 Millionen Euro finanziert worden." dann klingt das in meinen Ohren bloß nach einer Menge Taufbeckenwasser zur Baptisierung bevölkerungsreicher Regionen. Und wenn die erstmal  gezeigt bekommen, wie man zu leben taufen hat, dann werden denen auch kleine Kinder zeigen, wann sie zu spenden haben. "It's the Circle of life", hat Elton John für ein Kindermusical gesungen, welches auch in Afrika spielt. Ob es sich also lohnt, darüber aufzuregen, dass sich deutschlandweit (und österreich auch) verkleidete Kidner an Haustüren Kleingeld und Schnupfen holen, dass kann uns weder die humanistische Betriebsfeuerwehr noch das Kindermissionswerk selber genau sagen. Aber wer immer noch auf überrascht tut, dass die Kirchenbosse, Bänker und andere Vertreter der Macht mit dem sauer verdienten Geld eigene Wege im Abseits beschreiten, der soll sich bitte geißeln und kasteien, sobald er diese Überraschung verspürt.



Schreib doch mal!

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Brazilian artist Henrique Lima (aka “gringo“) has created Mestre Fungo

 

Es spricht nichts dagegen
sag doch auch mal was
wir stehen bloss herum
und am  Tisch daneben wird bereits bestellt.

Mach die Scheiße aus,
frische Luft, ich muss hier raus,
im Schaten meines Angesichts
von jetzt auf gleich steige ich ins nichts

Kriegt nen Nackenschlag von mir
für die Dreistigkeit
ihr Klugscheisser seid zuviel
das bin ich nicht bereit.

Es spricht nichts dagegen
sag doch auch mal was
wir stehen bloss rum
und am Haus daneben hat ein Hund gebellt

Als Brüder vergolten und
als Narren verreckt wird uns geboten
es schert uns nen Dreck.
Sogar ich schau dann weg.

Unter jden Stein,
denn da werden wir nichts finden,
wo keine Sonne scheint
das haben wir schon lang vermisst.

(Aber nein) Es spricht nichts dagegen
sag doch auch mal was
wir stehen bloss rum
Das hat mir einer mal im Traum erzählt

Ich berühre deine schicke Braue
hast du dir neu eingefärbt
in Leichengraue
von deinem Chef geerbt

Leer dein Bierglas
einen letzten schluck den trinkst du nicht
den schütt ich Dir ins Gesicht,
anders als Du es machst.

Frage heute (8)

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Freitag ist Fragetag

Jede Woche wird eine Frage gestellt, dessen Antwort nur Gott weiß. (hier ist ein Gottesbeweis)
Man kann außer der Einsicht nicht viel gewinnen.
Es ist mehr ein Schritt zurück in die Richtung von Web 1.0, als es noch darum ging sich berieseln zu lassen, aber eben nach seiner Berieselung aktiv suchen zu müssen.
Ich stelle also vor:


  Die Frage heute


Was zeichnete die "Heilige Schar", eine Eliteeinheit der antiken thebanischen Streitkräfte, aus?





Speisen wie 1997 oder warum der Clown geschminkt ist

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Wenn wir in dieser bunten Kantine stehen, Auge in Auge mit einer lebensgroßen Kunststoff-Plastik eines Clowns mit roten Haaren, sprechen uniformierte Niedrigerwerbslöhner in Schlangen um Mahlzeiten an, bestellen itemisierte, einzeln verpackte Systemgastronomie, lassen uns von nachhaltigem Anbau und biologisch abbaubaren Einwickelpapier berieseln, entschlüsseln die neue erfundenen Symbole der Nährwerttabelle, bestaunen die neu erfundenen Lebensmittelnamen, belohnen mit Geld die neu erfundenen Effizienzsteigerungsmethoden des operativen Franchise und bewahrheiten deren Marketingabteilung über die Forderung nach neu erfundenen Kombinationen aus ihrem Sortiment, dann können wir gewiss sein, warum der Clown immer lacht und was das für ein Lachen ist.

Nebenbei, es ist sicher nicht alles Styropor, was dort extrudiert und frittiert wird, hat es doch wenig den Anschein, als seien 10 Euronen für die nächsten Stunden nahrungsmitteltechnisch eine gute Investition. Es ist wohl viel mehr so, als sei jetzt das ganze Jahr Kirmes und man bekommt nun seine Fritten und Backfisch jeden Tag.
Sicherlich hatte die Kirmes in der Zeit, in der man kindlich zu den Wurfbuden und Zuckerwatteständen hochblickte, eine besondere Faszination, aber bereits mit dem Eintritt ins jugendliche Alter bekamen Zigaretten und Bier plötzlich für den einen oder anderen die selbe Bedeutungsverschiebung, wie sie es für Fortpflanzungsübungen und Weiterbildungsmaßnahmen zutreffen mag. Weg also von der Frittenbude, hin zum Bierstand (Natürlich kehrt der Biertrinkende irgendwann wieder zum Fettprediger zurück, um salzige Dinge in den Schluckdarm zu führen, aber das hat andere Gründe).


Für all das was ich in meiner Jugend getan habe, verlange ich für den Former Child Star Lifetime Achievement Award vorgeschlagen zu werden. - H.G.

Warum stehen wir also immer noch beim Clown?


Ja, ist doch klar: in der neuen Einkauf-Aktuell-Beilage sind diese neuen Gutscheine. Da kann man jetzt endlich richtig günstig absahnen, wenn man beim Clown versucht aus dem Angebot die hochmolekularen Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen in niedermolekulare Verbindungen umzusetzen.
Denn im Gegensatz zur Republik von Malawi, können wir uns nicht damit anfreunden Kwashiorkor zu bekommen, was in der ghanaischen Ga-Sprache bedeutet „die Krankheit, die ein Kind bekommt, wenn ein neues Kind geboren wird“; können uns also nicht mit mit dem Fehlen von Eiweißen anfreunden; wollen also Fleisch in jeder Mahlzeit.
Dafür steht der Clown mit seinem bemalten Gesicht und versteckt so auch seine wahre Identität. Vegetarier mag es vielleicht eher aufgefallen sein, dass es nicht möglich ist Eiweißfrei zu speisen, beim Clown. Alle anderen lassen den Motor laufen, wenn sie glauben, nach dem Bezahlen wird die braune Tüte durchs fahrerseitige Fenster gerreicht und es wurde günstig über die Gutscheine getafelt.


Moderne Essensmarken -Sind die denn wirklich ein Schnäppchen?


Also, blenden wir kurz alles aus, was oben bereits gesagt wurde und lassen dem Clown auch die Schminke im Gesicht, während wir die Preisliste von 2014 für die einzeln käuflich erwerbaren Güter dieses Franchise-Unternehmens zu Grunde legen. Dann ergibt sich für die aktuellen Gutscheine folgendes Bild:



Die Tabelle habe ich nach Ersparnis sortiert und jeder darf nun selbst entscheiden, ob und wie er durch diese Informationen seinen Glukose- und Finanzhaushalt effizient bearbeiten wird. 
Da wir aber mit den Kinderaugen, oder zumindest kurz vor der Revelation des Erwachsenwerdens, auf die Dinge schauen, schlage ich vor, dass wir die Preise von 1997 dagegen halten, um WIRKLICH zu sehen, ob wir dort ein Schnäppchen gemacht haben.
Siehe da, in den 17 Jahren sind die Produkte um 29% teurer geworden (beschränkter Warenkorb gerechnet; inkl. Umrechnungskurs der Währungsreform). Diese Gutscheine sind also in Wirklichkeit die Gelegenheit den Clown zu genießen, als sei man noch jung. Denn im Schnitt liegen die Gutschein-Vergünstigungen bei ca. 30%. Speisen, als wäre es wieder 1997. Mit all den Schießbudenfiguren, der Zuckerwatte, schreienden Kidnern am Nebentisch und einem breit lachenden, geschminkten Clown in der Ecke. Bon Appetit!






UPDATE: Hier spricht McDonnel seine Gewinnwarnung für das Jahr aus. Vorsicht, dies ist eine Börsennachricht, intereessant und interpretierungswürdig sind nur die letzten bedein Sätze.


hashtag = informationsetikettierungsraute

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Cartellbruder Trichter: #schumigetwellsoon

Henoth Gasknecht: Schumi bleib bei deinen Leisten.
 
Cartellbruder Trichter: ich find dieses hin und her so geil. Diese MULTI-berichterstattung, dann die Kritik, dass es zu viel ist, die sich so hochschaukelt, dass es einen MULTI-bericht-doppler-effekt gibt. Dann meldet sich Frau Schumi zu Wort und der Dopplereffekt wird zur medialen Rückkopplung eines Dopplereffekts.

Henoth Gasknecht: Was fehlt: der Anwalt vom Kachelmann, der das anprangert/ publiziert/ eine einstweilige Verfügung erwirkt.

Cartellbruder Trichter: Ich schäme mich dafür, dass journalismus so ein mittlerweile jämmerlicher berufszweig ist. im hintergrund können politiker gemütlich am grundgesetz rumknapsen und erscheinen im besten falle in randnotizen und solche "lappalien" werden tagelang hochgekocht
- und der deutsche journalistenverband verteidigt das noch. ich sage: da geht es nicht um berichterstattung für die sorgenden fans, da gehts klar um quoten und klicks

neulich hab ich die tagesschau gesehen: auf eine viertelstunde fielen zuallererst 5 minuten auf schumi (und dabei nur mutmaßungen und gerühre im alten scheiße-eimer) und danach kurz über die selbstmordattentate in russland und dann wetter.

Henoth Gasknecht:  Emotionen abgreifen. Wenn Schumi und danach die Kanzlerin einen Ski-unfall haben dann verschwimmen die Grenzen zwischen Boulevardpresse und politischen Neuigkeiten.

Cartellbruder Trichter:  Mehrere tage alte emotionen abgreifen. die TAGESSCHAU! "Das Flaggschiff deutscher Berichterstattung".

Henoth Gasknecht:  Was du aber bei weitreichenden Nachrichten nicht vergessen darfst: Der kalte Krieg mag vorbei sein, aber unterliege nicht der Illusion, dass unsere Nachrichten propagandafrei wären!

Cartellbruder Trichter:  Ich sehe Deutschland als Tochterfirma (sic!) der Alliiertenmächte

Henoth Gasknecht: Vergleiche die (automatisch in jedem Firefox enthaltenen) ARD-Nachrichten und irgendeinen international Teil einer Ausländischen Zeitung.
die Schnittmengen sind sehr gering.

Cartellbruder Trichter:  Schon allein der Umstand, dass BRD und USA keinen Frieden haben, sondern einen jahrzehnte andauernden Waffenstillstand.

Henoth Gasknecht:  Siehe Besatzungsstatut - Es gibt sehr vieles, was in der "öffentlichen Meinung" nicht auftaucht. Teil des Übels ist auch das Neusprech, was verhindert, dass das wahrgenommen werden kann (Bsp. "Ostzone", anstatt "Ost-Deutschland"). Und dann auch eben wie o.g. dass die Nachrtichten "geformt" werden. - Die Frage WAS ist jetzt gerade interessant?

So gab es am Anfang der NSA-Nachrichten-Phase, als Snowden noch kein Begriff für jeden war, eine kurze Dauer, da "gab es keine" ARD Berichte über das Thema.

Cartellbruder Trichter:  Ja, das ist mir auch aufgefallen! Ganz am Anfang waren die sehr zögerlich und kompensierten das anschließend mit Schlagzeile auf Schlagzeile.

Henoth Gasknecht:  Man kann es nicht nachweisen, aber ich sehe dass es geschieht. Ich stelle fest, wir sind lange nicht in der demokratischen Freiheit, die wir uns vorgaukeln, in der post-cold-war Ungezwungenheit, haben immer noch die Blockwartmentalitäten und es gibt die gleichen imperialistischen Bestrebungen, die man vor 100 Jahren hatte.

sorry Menschheit, youre still not there.

Cartellbruder Trichter:  Immer, wenn ich darüber nachdenke, komme ich schnell zu dem Punkt, dass ich in sog. "Verschwörungstheorien" abdrifte.

Henoth Gasknecht:  Ein interessanter Gedanke dazu:
  • Prüfen welche vergangenen Verschwörumgstheorien sich bereits erfüllt haben (zB durch stand der Technik oder politische Agitation. siehe Skynet/ Gauntamo/ NSA/etc) und aus diesem erfüllungswissen extrapolieren.

Cartellbruder Trichter: Das problem ist, dass viele im Journalistenmetier durchaus über diese ganzen Ungereimtheiten Bescheid wissen, aber es nicht schreiben, weil sie sich damit beruflich ins Aus befördern.
Exemplarisch dafür ist der 11. Sept: beinahe JEDER weiß, dass die offizielle Version vollkommener Terrierschiss ist, aber wenn du das nicht auf Knopfdruck dogmatisch runterbeten kannst, dann hast du schlechte Karten.

Update: gerade sprüht die ARD Propaganda folgendes an die Wand, zum Thema, "wer ist bei 9/11 nicht ehrlich gewesen?"

Henoth Gasknecht: Da kommts dann nur noch auf die Solidarisierung an: "either for or against us"
und Entscheidungsspielräume definiert man durch Sprache und information. = Journalismus
Deshlab ist das Wort "Alternativlos" ja so witzig.

Cartellbruder Trichter: Gruselig.

Henoth Gasknecht: Sehr gruselig. Willkommen in der Forschung, wie sich eine Gruppe Gorillas sozial formiert... ehm ich meine Menschen.

Cartellbruder Trichter:  Wenn ich verschwörungstheoretisch ganz dunkel male, stelle ich mir vor, wie ein paar wenige Superreiche Elitisten sich zusammenrotten, um sich selbst vor der Menschheit und dem Zusammenbruch von Gesellschaft/ Wirtschaft/ Planet zu schützen.

Henoth Gasknecht: Vorsicht:

  •  a) es ist nie nur ein Grund bzw eine Gruppe und 
  • b) es ist meist einfacher als man denkt
Cartellbruder Trichter: ...und ich bemerke immer mehr, wie die Medien es verstehen, solche Prozesse als "normal" oder gar "en vogue" zu vermarkten.

Henoth Gasknecht: Was bleibt Ihnen übrig? Sie brauchen sich nicht abzusichern.

Cartellbruder Trichter: ...und die schlimmste Geißel unserer Zeit ist diese politische Korrektheit!
Heutzutage kannst du ja nicht einmal mehr sagen, dass du Homosexualität nicht ok findest und sie shitstormen dich tot.

Henoth Gasknecht: Das liegt aber an der Diskursethik und nicht an der veränderten Moral.
Wenn jeder das Gefühl hat es sei vollkommen OK seinen Fliesentisch in der Diskussion auszupacken, dann hast du den Salat. Beispielsweise siehe die Kommentarfunktion bei ARD Nachrichten bis Die Welt Nachrichten

Cartellbruder Trichter:
Die kommentare lese ich meist lieber als die Artikel

Henoth Gasknecht: Klar, die amüsieren, die geben meist Aufschluss über die Gemütsregung. Besser als die Interpretation der eigentlichen Nachricht es kann. Der vergangene Gasknecht rantet darüber ein wenig: "Das Ergebnis ist Welt Online, wo quasi jeder Spinner in den Kommentaren nahezu ungehindert seinen Rassismus, seine Arroganz und seinen Menschenhass ausleben kann." - Der Postillon


 




Cartellbruder Trichter:
Ich finde es gut, wenn Leute wirklich gut fundierten Journalismus betreiben. Hier ist einer aus Passau, von der alten Schule: Bürgerblick Passau
Der macht das mittlerweile aber vom Rentenalter und ohne zweit- oder drittmittel und völlig privat
und kriegt neben viel Lob aber auch volle juristische Breitseite...

Henoth Gasknecht: Sieht gut aus.

Cartellbruder Trichter:  "Mit jedem Leser, der den „Postillon“ zum persönlichen Leitmedium erkiest, vermehrt sich die Zahl der debilen Flachbildschirmwichser."

Henoth Gasknecht:  Ah, auch so eine Figur im Nachrichten kasperletheater ist Pofalla.
Und zu Kasperltheater fällt mir ein: Ich finde ich es sehr schade, dass der Georg Schramm nicht mehr Bühnenprogramm macht. Das war der Allerbeste. Der hatte den Durchblick UND der hatte Publikum.

Cartellbruder Trichter:  Ich bin auch sehr traurig wegen Schramm... aber ich kann ihn auch verstehen. Das, was er machte, ging weit über die Satire hinaus. Ich kann mir vorstellen, dass er seiner daraus resultierenden Depression von der Schippe springen wollte.

Henoth Gasknecht:  Das hat er in einem Interview gesagt - wörtlich. (hier auch eins 17.09.13, sehenswert, fasst den Tenor hier zusammen, Videostream)

Cartellbruder Trichter:  Kann ich mir gut vorstellen. wenn du so viel Elend liest und die Machenschaften nachvollziehst und dann merkst, wie sich das Publikum davon unterhalten und berieseln lässt und sich NICHTS ändert, dann muss das depressiv machen.

Aber Schramm hätte wirklich BuPrä werden sollen... aber dann hättensen bestimmt korrumpiert oder er wäre mit 16 promille auf schnurgerader Strecke mit 220kmh in die Kurve gegangen

Henoth Gasknecht:  Nein, das wäre sowieso nicht gegangen, dafür sind die Menschen nicht reif. lass man noch 200 bis 500 Jahre. Und u.a. gehts uns doch momentan auch viel zu gut.

Warum denn WAS ÄNDERN, mein lieber Cartellbruder Trichter? Jeder fährt Auto zum Bäcker.
nuff said
Konsequenz zieht man nur aus Notwendigkeit.

Cartellbruder Trichter: Das stimmt... aber ich denke gern: die leute von vor 20 Jahren würden heute sowas von alles abfackeln! Und ich denke, wenn wir in 20 Jahren zurückschauen, würden wir dann auch alles abfackeln wollen. Das ist dieses perfide stückweise daran gewöhnen

Henoth Gasknecht:  Ganz wenige können das auch vorher. Das sind meist Geschäftsleute, gute Wissenschaftler oder Visionäre.

Cartellbruder Trichter: Überleg mal: Rente mit 67 in den Achtzigern! Da wäre der Teufel los.

Henoth Gasknecht: tja, *gähnmenschheit*

Cartellbruder Trichter: "...die ökonomische Dauerkrise durch sozialpolitische Maßnahmen und ein relativ besseres Konsumgüterangebot abzufedern" - bpb
den leuten sollte klar sein, dass wir seit der wende kein sozialstaat mehr sind. alles, was früher BUND und sozial war, ist nun marktwirtschaftlich orientiert.

Henoth Gasknecht: Man muss villeicht den Blick auf die paar Visionäre lenken, die weiterdenken.
Schramm durchblickt, aber zB Chomsky schaut in die Ferne.
Auch den Nachsatz: "Governments are not representative. They have their own power, serving segments of the population that are dominant and rich."
Chomsky in Amerika bekannt als der, der sich öffentlich gegen den Vietnamkrieg aussprach. Es ist alles so paradox. es ist schon interessant, Regierungen (und Konzern) als eigene Interessengruppe, divergierend von den Interessen der (wählenden) Bevölkerung zu betrachten. Als Etablissement, welches zwar einerseits bewusst installiert wurde (demokratische Wahl) andererseits genug eigendynamik besitzt, um sofort mit der machterhaltung zu beginnen, entgegen der vorangeganenen (installierten) prinzipien.

dazu der Weltenrichter:
Es ist übrigens allgemein Akzeptiert das "Machterhaltung" legitimes Ziel einer Partei/Regierung innerhalb einer Demokratie ist also diese Motivation wird nicht kritisiert wenn ich für mich Handlungsschlussfolgerungen daraus ziehe, dann sind diese sehr schnell so weit abseits, dass ich bei etwaigen erläuterung per chat sicherlich unter die Augen von "Datenschützern" gelangen würde

Cartellbruder Trichter: Der Chomsky wieder... aber, wo er Recht hat... - Ich ziehe den Hut vor einigen seiner Aussagen, allerdings bin ich skeptisch, weil er trotz seiner politischen Ausrichtung (Anarchist) und seiner Aussagen noch keinem Attentat zum Opfer gefallen ist... plus der Umstand, dass er ein "1st class MIT student" ist...

Henoth Gasknecht: achso, meinst du wenn der der tatsächliche Jesus wäre, dann hätte es seine Kreuzigung erst BEWIESEN? - interessanter Punkt

Cartellbruder Trichter:  Ich meine nur, dass der seit Jahrzehnten Regierungen und NGOs kritisch durchleuchtet und teils sehr brisante Wahrheiten verlautet, aber dennoch mit vielen dieser "Machterhalter" per du ist und offensichtlich geduldet und geschätzt wird.

Henoth Gasknecht: Da sind Schachzüge, die kann man nicht sehen und deren sichtbare Seite mag verstören. Ein bischen so, wie der US Verräter Bradley Manning nach seiner Incarceration plötzlich ganz schnell "eine Frau werden wollte" wait a minute... what?

Cartellbruder Trichter: Ich verstehe nicht, wie du das mit Manning meinst... der wird von den medien ja schon als frau betrachtet?

Henoth Gasknecht:  Ja, aber das ist doch ganz großer Humbug. Das löst doch nicht das Problem, was dieser Mensch ZUERST hatte. bzw behandelt nicht das was er aufdeckte. Wieder ein shifting von Politik zu Boulevard. Das ist doch wieder eine Scharade.

Cartellbruder Trichter: Achso, meinst du, dass die Medien sich dann eher für DAS interessieren, statt für seine Enthüllungen?

Henoth Gasknecht:  Was ich sagen will: Die Sachverhalte, die Manning aufdeckt und die Chomsky beschreibt sind zu komplex, um sie bei einer Zigarettenpause mit seiner Umwelt abzugleichen. Aber das der Manning eine Frau werden will, das ist Realsatire zum Wortspiele machen. Somit bleibt der Chomsky sicher (weil seine Angriffe nicht genug Auswirkung haben) und die Manning-Sache lässt sich beiseite kehren, weil man "so einen eh nicht ernst nehmen kann".

Cartellbruder Trichter: Aah, ok, so meinst du das. Manning ist ja sowieso in der hiesigen Presse schon kaum beachtet worden. Und das, obwohl seine Enthüllungen viel anschaulicher sind als tonnenweise Top Secret Akten

Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen, Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei, Wenn hinten, weit, in der Türkei, Die Völker aufeinander schlagen. Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus Und sieht den Fluss hinab die bunten Schiffe gleiten; Dann kehrt man abends froh nach Haus, Und segnet Fried’ und Friedenszeiten.
-Goethe


Kayfabe in einer Verbindung bzw. Fratboy im Wrestling

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Ich hüpfe die langen Rolltreppen herunter und schubse mich durch die Leute. Um die Ecke steht meine Karre, die so zugeparkt ist, daß ich französisch ausparken muss. Mit vollem Karacho brettere ich anschließend über die Ringe und nehme jede gelbe Ampel, die ich kriegen kann. Ein SUV vor mir macht mir zu schaffen, der mich erst ohne es zu merken schneidet und mich nach dem überholen nur noch ausbremst. Bei solchen Typen werd ich zur Rakete.
Keine zehn Minuten bin ich zu spät, also bin ich nicht zu spät. Denn das akademische Viertel gilt, aber wie so oft in dieser Bruderschaft, bekommen wir es nicht hin pünktlich anzufangen. Immer ist noch irgendwas nicht an seinem Platz oder die Leute brauchen eine Extra-Wurst zur Einweisung. Wie im Kindergarten hat immer noch einer in die Hose gemacht.  Das Band umgeworfen und los.


Unten wartete ein ganzes Kabinett von schaurigen Begegnungen. Der Oberste ganz vorne weg glänzte mit viel hohlem "Ha ha" und mancher peinlichen Anekdote. Die andere, fremde Truppe, welche auf dieser Veranstaltung zu Gast war,  war von so einer universitären Untergruppierung des Christlich Demokratischen Kaders. So eine Art Junge Union, nur unbeholfen politisch konservativ. Sie hatten extra zu diesem Zweck ein paar lebende Puppen mitgebracht, um deren Offenheit und Liberalität über allen Zweifel hinaus beweisen zu wollen. Zum einen war dazu der augenscheinliche Ausländer integriert. In meiner Vorstellung wahrscheinlich einer kosmetischen Operation unterzogen wurde, oder den heiligen Zielen unterworfen, damit er in deren Pläne passte. Er zeichnete sich durch seinen Haut- und Haarfarbenunterschied, jedoch auch im Unterschied zum Engagement aus. Er war viel dreister und machte auf engagierter als alle anderen, um scheinbar seinen "Makel" auszugleichen. Nein, vielbesser noch, um den Triumph zu feiern, daß er unangreifbar wird in diesem Zirkel. Denn die kognitive Dissonanz war so stark, daß dieses Mitglied es als taktischen gesprächsvorteil kmplett ausnutze und arrogant sein durfte, wie kein anderer. Obwohl er nichts geleistet hat bisher. Nicht dass er einen Akzent gehabt hätte, nicht dass er fehlgekleidet oder ein falsches Wort zur falschen Zeit hätte ergriffen. Nein, ganz im Gegenteil. Er verstand es wie kein gleicher alles was ihm nichts wert war zu verkaufen und zu verleugnen. Da hatten sie eine ganz besondere Waffe. Der unangreifbare Scharfschütze in seinem Turm, mit seiner zwar rhetorisch noch ungeschliffenen Munition, aber der ironischen Dreistigkeit verschossen, konnte genauso verheerend sein, wie es nervend war.

Die Zweite Puppe, die von der Gast-Bruderschaft inszeniert wurde, war von weniger großem politischem Redeeinfluss. Sie bestach durch bloße Anwesenheit und Zugehörigkeit. Wir rekapitulieren: Damit sich der konservative debil-rechte Flügel tarnen konnte musste er sich die Lammfelle umwerfen so gut es ging. Den Ausländer haben wir. Check. Die Zweite Puppe war die Behinderte. Das war so eindeutig. Sie durfte natürlich nicht zu wenig behindert sein, zB. nur eine Spastik an der Hand haben oder ein wenig geistig wirr. Sie musste schon augenscheinlich ein Krüppel sein, und zwar ein bewusster. Sie musste integriert und selbstverständlich dazugehören, so als ob es die Gruppe einen Farbkasten aus Fehlfarben darstelle, und sie war das Deckweiss.
So etwas hatten wir natürlich nicht. Na, klar hatten wir "den Schwarzen" - es geht doch auch gar nicht ohne. Den hatten wir 'akquiriert' über unseren alten Obersten, der hatte da ein Händchen für. Irgendwie bestand dort eine Verbindung und er hatte es doch tatsächlich geschafft, dass dieser arme Kerl von einem, in deutschand lebenen Schwarzen, bei unserer hochoffiziellen Veranstaltung auftaucht, um in den Verein aufgenommen zu werden.

 „Neque porro quisquam est, qui dolorem ipsum, quia dolor sit, amet, consectetur, adipisci velit […]“ --- (Es gibt niemanden, der den Schmerz selbst liebt, der ihn sucht und haben will, einfach, weil es Schmerz ist […]). 
Ciceros De finibus bonorum et malorum

Damals noch voll überrascht von allem, glaube ich, ist ihm selber bald ein kleines Licht aufgegangen, welches Spiel hier mit ihm gespielt wurde. Es waren am Nachmittag noch einige wichtige Sitzungen zu halten, bei denen er nicht teilnehmen konnte, weil er noch nicht im Club war, wartete er lieb im Flur.
Allein.
Länger.
Dann und wann wurde er reingerufen und sollte sich vorstellen und alte Männer bestanden darauf, dass er seinen Namen doch bitte wiederhole, man habe ihn nicht gut verstanden.
Ob er denn aus Deutschland komme?
Wenn nicht woher dann?
Ob er er denn studiert habe? und so weiter.
Dann musste er wieder hinaus gehen und warten, damit der Convent in Abstimmungsgewalt entscheiden konnte, ob er aufgenommen wird. Natürlich witrd er das. Formalien. So eine chance kommt erstmal nicht wieder.

Während der anschließenden Festivität fand die Art Aufnahmeritual statt, die der Förmlichkeit Rechnung tragen sollte. Wie genau das zu passieren hatte, war eigentlich allen Anwesenden gar nicht so klar oder geregelt. Denn wie bereits erwähnt, verspäten sich die hart gesetzten Zeiten für diese offiziellen Feste genau durch diese Unwissenheit und Fehlkommunikation.
Also nahm unser geschätzter ehemaliger Oberster das einfach selber in die Hand, damit es auch ja keiner versaut. Mit seiner gewohnt umgreifenden und eloquenten Art konnte er warscheinlich gleichzeitig den Versailler Vertrag unterschreiben und Chrustchow ein Kompliment zu seiner Krawattennadel machen, ohne sein Lächeln zu verlieren. Er stand auf und stellte den Schwarzen vor, und alle warteten nun gespannt darauf, was der neue Gast in der akademischen runde zu berichten hatte und welches Grußwort er ausrichten werde.

"Mein' Nam' is' Unicef Cosplay*. Bin ich Deutscher. Freue mich hier zu sein. Diese Verbindungs-Ding passt mir gut in Kram. Selber habe ich zwei Töchter. Eine studiert sogar." - Der einzige, nicht gering Pigmentierte

Das war der Moment, wo jeder gesehn hatte, wie Jim Henson die Hand in die Puppe einführte. Der Zauber war kurz gebrochen. ICH BIN SPARTAKUS, hätten jetzt alle rufen müssen, aber das Kayfabe war durchdrungen. Ihn selber habe ich danach auf diesen Veranstaltungen nur ein oder zweimal wiedergesehen. Er war immer sehr nett und nach diesem ersten mal leider besonders distanziert. Nie habe ich ihm ein Bier ausgeschenkt oder mehr als drei Sätze Wort-Tennis mit ihm gespielt. Ich glaube das Verbindungs-Band eines Verkehrsgastes hatte er auch nur am Anfang an. Wir hatten jedenfalls jetzt einen Neger in unserer katholischen deutschen Verbindung, uns konnte keiner was.

dazu  der Weltenrichter:
wobei meine money quote in der Befragung vor der Runde war "Sie sagten, dass sie bereits seit X Jahren hier sind... gehen Sie denn auch einmal wieder ..zurück nach Hause?" 

Er war heute natürlich nicht da. Wir waren nie politisch aufgestellt. Da sind wir vielleicht zu weich für - kein Interesse an dieser Art Sozial-Schach. Solche Ziele hatten wir nie formuliert. Wir schwammen im Kayfabe der Verbindungsmentalität und versuchten niemandem weh zu tun. Aber unser Oberster ganz bestimmt. Der war sicherlich bereits am taktieren und positionieren so gut er eben konnte, während wir noch nicht das Band umgeschmissen hatten. Jedoch die Gast-Verbindung, die heute Abend hier konspirativ eingefallen war, hatte anscheinend einen Masterplan, und sie hatten eine verdammt gute Chance alles zu bekommen was sie wollten. Das war der unterschied, es gab so viele Bastarde und Arschlöcher, die sich diesen Seilschaften anschlossen. Untermenschen und Hassfiguren. Arroganz und fehlgeleitete Machtgier gepaart mit Papa's Geld und der Motivation, trotz mangelndem Einfühlungsvermögen (oder gerade deshalb?) möglichst viele Menschen unter sich zu scharen und zu knechten.


Das Konzept "frat boy" ist im Wrestling als Figur noch nicht aufgegriffen worden, oder?
Hm, nein ich denke The Disciple , Nerd Frat Terror  oder Pat 'the wicked' Power Pupil hätte man schnell verworfen. Wahrscheinlich eher etwas anglikanisches wie old boy + [brit. klingender Vorname] und dann einen auf rugbyspieler machen. Aber die Durchtriebenheit eines coleurstudentischen Wrestlers lässxt sich wahrscheinlich nicht bis ins Fernsehen transportieren. Zumal, wenn man dann wirklich den amerikanischen Frat-boy meint, dann hat das nichts mehr mit dem zu tun, was man meint, wenn man heir über Studentenverbindung spricht. Das verhält sich ungefähr genauso, wie wenn man NBA sagt aber Basketball-Bund meint. Da stekcne nicht nur ganz andere Motivationen hinter, die Leute vom anderen Kontinent, nehmen das auch ganz anders ernst. Das hat auch sofort einen ganz anderen Rückhalt in der Bevölkerung, obwohl es viel abgedroschener ist (oder gerade deswegen?).


Noch ein Bonmot zum Schluß, diesmal Otto v. Bismarck: Er blieb zeitlebens ein überzeugter Corpsstudent**. An den Burschenschaften** missfielen ihm:
  • „ihre Weigerung, Satisfaktion zu geben, 
  • ihr Mangel an äußerlicher Erziehung und an Formen der guten Gesellschaft
  • bei näherer Bekanntschaft auch die Extravaganzen ihrer politischen Auffassungen, die auf einem Mangel an Bildung und an Kenntnis der vorhandenen, historisch gewordenen Lebensverhältnisse beruhte.“--






*korrekte Schreibweise unbekannt
** Hier wird bereits Mitte des 19. Jhd. ein Unterschied deutlich gemacht.