Frage heute (31)

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Ab jetzt ist Montag der Fragetag*

*(Jede Woche wird eine Frage gestellt, dessen Antwort nur Gott weiß. / hier ist ein Gottesbeweis. Man kann außer der Einsicht nichts gewinnen.  Es ist mehr ein Schritt zurück in die Richtung von Web 1.0, als es noch darum ging nach seiner Berieselung aktiv suchen zu müssen.)




  Die Frage heute:

  Was  berichtet Brehms Tierleben (allerdings mit Skepsis), nach einer alten Erzählung von Conrad Gesner, über den Vielfraß?

Der sogenannte "Shitstorm"

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Dass der Henoth straffrei bleibt, ist kein Wunder. Und das liegt dann nicht einmal an etwa gering ausgeprägten Ehrverletzungen oder etwa einer zu gering angehäuften Zahl von Diffamierungen, Beschimpfung und Beleidigungen in seiner gesammelten Speckschwarte.
 Ja woran liegt es dann, Henoth, fragt ihr mit krauser Nase und einem offen Browsertab, in dem das Wort Cybermobbing irgendwo im Text vorkommt.

Und mit Sicherheit lässt sich dafür auch eine befriedigende Kausalkette entwerfen, deren jeweilige Enden ihr, ebenso wie es beim Christbaumschmuck quer über den Baum getan wird, ihr über eure wenig ausverfasste Meinung hängen wollt; klar und strahlend fixiert, bis der ganze Baum im Januar weg muss, wie der Weihnachts-Deko-Hirsch, weil sich für eure tradierten Meinungen immer nur während saisonalen Begebenheiten interessiert wird. Weil es euch doch peinlich ist, wenn man mit dem Hirsch alleine ist.

Und gerade ist Jagdsaison, Henoth hat seine Flinte immer mit Mausklicks geladen und macht Jagd auf die Schwachen im Rudel. Nur zum Beispiel auf Dich. Denn Jagdsaison, das suggeriert uns der mediale Überbau der online Nachrichtenredaktionen, ist im Netz zur Zeit auf Cybermobbingopfer.

 Money quote: "Viele Menschen sind ununterbrochen online. Cybermobbing kann sie überall erreichen." - tagesschau.de

 Eine neue Sau, die durchs Dorf getrieben wird? Mit Sicherheit. Aber vor allem auch wieder mal ein Besipiel, wo der Nachrichtentext teil der causa ist. Wieso das, Henoth?
Langsam, fangen wir damit an, deren Semantik auseinanderzunehmen. Cyberbullying wird da definiert als sich wiederholende Taten, bei denen die Machtverhältnisse unausgeglichen sind. Und mit Taten meinen sie ärgern, Bloßstellung und auf einem Facebook Account rumhacken.

Ich hoffe dass diese Zote den Gasknecht-Blog als Cybermobbing/ -bullying gelten lässt., weil ich mit meinen wichtigsten Ressorts ja auch wiederholt Bloßstellung betreibe und auch hier sind die Machtverhältnisse unausgeglichen. In welche Richtung auch immer.

Zusätzlich sei die Brutalität erhöht, weil unberechenbar viele Menschen über das Internet involviert sind. Wenn nun das Opfer auch noch zum Täter werde, entstehe eine Gewaltspirale. - tagesschau.de

Nicht auszudenken! Man stelle sich nur mal vor, wie ungeschützt diese Sachen auf die Kinder einprasseln, die sich überhauptnicht wehren können. Und dann kommen auch noch zu 17% der Kidner die PabAk und Wobbler-Eltern ins Kinderzimmer und müssen feststellen, dass sich ihre Kinder zu "a complete idiot on the internet" machen.

Ein Teufelskreis, meine Damen und Herren! - TV Kaiser

Dass dies natürlich ein Kuchen aus bereits bekannten Zutaten ist, wissen wir schon während RTL die Reportage anmoderiert, wo man dann sieht wie die Kamera der Mutter in einer Wohnung in das Zimmer folgt, wo der PC für alle steht. So ein Ding mit den 5 Euro Lautsprechern und einer Maus, mit Kugel drin, wobei schnell klar wird, der Drucker wurde seit der Enttäuschung der ersten Nutzung nur zur Kopfreinigung und zum Lesen von wicchtigen Internetseiten eingeschaltet und der 14 jährige Sohn streitet sich 24/7 mit der 9 jährigen Tochter wer als nächstes CandyCrush Saga spielt oder in den Knuddelz-Chat darf. Der Sohn ist der betroffene.

Besonders die Gruppe der Täter-Opfer interessiert Festl. Diese sogenannten aggressiven Opfer, die sich eben auch wehren oder rächen, seien meist Hauptschüler.  - tagesschau.de


Die Eltern sind bereits völlig überfordert wegen der Druckkopfreinigung des Tintenstrahlers und eigentlich diese Woche ihrer Meinung nach schon viel zu oft "am Gerät" gewesen. Wegen Problemen. Die Kinder haben Probleme. Die Kidner werden geärgert, sagt die Mutter in die Kamera. Was man nicht sieht, ist dass die Mutter dann feststellt, dass man das eigentlich nicht in die Kamera zur Hauptsendezeit sagen sollte, weil einem da keiner bei helfen kann, sondern die Zuschauer einen bemitleiden werden. Mitleid und Hohn. Hohn und Spott. Spott und Cyberbullying. Denn im Online-Ressort werden die unmoderierten Kommentare irgendwann in der Dimension der Beschimpfung enden und die Mutter mitbeschimpfen.

Die Zutaten sind also bekannt. Nicht ganz kann ich mich bei so etwas Sascha Lobo anschließen, der seinerseits postuliert, dass es sich bei den meisten Trollereien um eine Fortsetzung des Klingelstreichs mit den Mitteln des 21. Jahrhunderts handele. Aber er bringt uns trotzdem auf den entscheidenden Kurs: Und zwar die Greater Internet Fuckward Theory.

The Greater Internet Fuckwad Theory (GIFT) is a postulate which asserts that normal, well-adjusted people may display psychopathic or antisocial behaviors when given both anonymity and a captive audience on the Internet. - knowyourmeme.com
Ich darf also zusammenfassen - Die Zutaten zum Trollen:
  • immer Anonymität
  • einige Zuschauer
Ich meinte bereits Lobo liegt nicht ganz falsch in seinem Vergleich. Ich jedoch sage, wenn Cybermobbing der Klingelstreich des 21. Jhds ist, das ist Trollen das Edding-geschmiere in allen öffentlichen Toiletten. Fehlt uns also für das Cybermobbing etwa noch eine weitere Zutat?  Ich denke nicht. Es ist lediglich eine Frage der Mengen und der Zubereitung:

Meine Zutaten für Cybermobbing:
  • einige Anonymität
  • immer Zuschauer
  • wiederholen, bis er/sie fertig gemacht wurde.
 
Anders sieht das Chris Mooney, der sich schließlich auf ein Paper in Psychologie bezieht, welche klare Anweisungen trifft, was es brauch um ein Troll zu werden.
  • Machiavellianism (willingness to manipulate and deceive others), 
  • narcissism (egotism and self-obsession), 
  • psychopathy (the lack of remorse and empathy), and 
  • sadism (pleasure in the suffering of others).
Wo sind denn da die Zuschauer? Das schmeckt doch garnicht. Und ist außerdem völlig langweilig. Ich finde hier wird der Narzissmus mal entscheident überbewertet. Was hier zu mTragen kommt ist doch die Verletzung ögffentliche Ehrgefühls und das Verleieren des Gesichts des Anderen vor einer Gruppe. Das ist doch viel entscheidender. Oder etwa nicht?

Dazu Mr. Luxurious Table-Mirror: hast du zu viel sascha lobo gelesen?
Und zum thema cybermobbing: jemand der noch in der lage ist den rechner auszuschalten und aufzustehen um seinen mobbern einen unangenehmen besuch abzustatten ist immer noch der king.
denn die realität funktioniert immer noch ganz im netz. wenn du darauf verzichten kannst bist du unantastbar und in der lage wahren schaden anzurichten -
schlimm ist es nur wenn du auf das netz angewiesen bist, dann hast du 'virtuelle' schwierigkeiten
als beispiel: wie würde die cosa nostra reagieren wenn jemand sie im internet verunglimpft? - ein manipuliertes profil? eine ddos attacke? ein trojaner? oder eher ein schlag in die fresse
solange das skynet nicht alles regelt kann man prima den rechner ausschalten und sich umgehend (un)beliebt machen.

 

 Wo endet Trollen und fängt Cybermobbing an?


Jetzt zitieren alle Nachrichten dazu fleißig aus der ARAG Studie mit einer Befragung auf einer Grundgesamtheit von 10.000 Teilnehmern, die unter anderem 2005 von Catarina Katzer des Wirtschafts- und Sozialpsychologischen Instituts der Universität Köln verstellt wurde. Und diese Frau Katzer hat es mir angetan.

Dr. Catarina Katzer gehört international zu den führenden Forschern auf dem Gebiet „Cybermobbing und sexuelle Gewalt in der Internetwelt“ und arbeitet als Expertin für Kommissionen des Europarates, des Deutschen Bundestages sowie Regierungsinstitutionen im In- und Ausland. - chatgewalt.de

Zu gerne würde ich mich mit der attraktiven Frau Katzer, sozusagen als Spezialist auf Augehöhe, jedoch mit einem anderen Blickwinkel, zu einem Interview verabreden. Leider habe ich bisher noch keine Zusage bekommen. Aber ich habe natürlich bereits einige Fragen, die ich ihr stellen würde, zum Beispiel:


  1.  "Nach Schülerangaben begleiten und überprüfen nur 17% der Eltern, was sie im Internet machen. Dabei zeigt sich aber deutlich, dass zur Erlernung der Medienkompetenz, aber auch als Regulativ, die Begleitung der Eltern eine unverzichtbare Komponente darstellt."

      Ferner wird angeführt, dass die Lehrer und Eltern wegen ihrer traditionell geringeren Medienkompetenz also nur geringen Einfluß auf Cybermobbing haben. Kann es nicht sein, dass zwar die Überlegungen, die Schulung dieser Gruppen zwar eine Verbesserung der Überwachung (des Regulativ) bedeutet, aber dies nicht zu einem Bewältigungs- oder Verhinderungsverhalten für Betroffene und Potientielle Opfer führen wird?

2.    Den ängstlichen Eltern werden Anti-Gewalt-Trainingsan den Schulen für ihre Kinder in die Hand gelegt und "Fast die Hälfte der Eltern wünscht sich strengere Gesetze und schärfere Strafen".

    Bildet sich mit diesen Wünschen nicht gleichzeitig auch das Unvermögen dieser Gruppe ab selber mit Problemen fertig zu werden und ohne Bevormundung von staatlicher Seite keine Auswege zu sehen?

3.    Kann es nicht sogar sein, dass Eltern, die sich eine Bevormundung durch Normierung wünschen, etwa weil sie machtlos sind (unfähig, inkompetent, etc.),  eigentlich nicht als relevante Bezugsgruppe in diesem Thema in Frage kommen?

    Dies deshlab, weil das Regulativ nicht die Gruppe schützen wird, sondern lediglich Rechte aller beschneiden wird und die Gruppe der machtlos Unfähigen weiter bestärkt ihn ihrer Inkompetenz?

4.    Das Internet ist global vernetzt und besonders stark entwickelte sich die aggressive Netzkultur auf nahezu vollständig unregulierten Seiten wie 4chan.com, wo auch wieder die Anonymität der Nutzer förderlich dafür zu sein scheint. Ist dann im internationalen Vergleich eine deutsche "Internetpolizei" aus Eltern, Lehrern und dem Aufruf der staatsanwaltlichen Strafverfolgung für die meisten Fälle nicht eher der Bärendienst an der Medienkompetenz der Nutzer?

5.    "Jugendliche mogeln sich meist mit Hilfe von schlecht geschützten Passwörtern in Profile von anderen ein. Wirklich hacken können nur Wenige." schreibt tagesschau.de und macht auf eine andere Seite aufmerksam.

    Ist es nicht sogar möglich, dass bei solchen Attacken die Wirkung der fehlenden Medienkompetenz des Opfers erst den katalytischen Effekt erwirkt hat (z.B. schlechtes oder offensichtliches Passwort, PW Freunden mitgeteilt, aufgeschrieben, o.ä. Dummheiten)?


6.    Sie empfehlen ganzheitliche Konzept zur Gewaltprävention und Medienerziehung umzusetzen, das klingt aber eher nach einer Zuwendung zu sittlichen Vorgaben und pädagogischen Instrumenten, als nach der individuellen Entwicklung zu Fähigkeiten und Mündigkeit oder  Selbstbestimmung. Ist das also der Aufruf zur Normierung?



Und vielleicht wird Catarina Katzer des Wirtschafts- und Sozialpsychologischen Instituts der Universität Köln ja sogar antworten, wer weiß. Bis dahin überlege ich wen ich als nächstes aufs Korn nehme. Wer als nächstes von mir zum Täteropfer gedrängt wird. Wer schlimmer als in der Schule digital verhauen wird. Wer mir sein Passwort nennt. Wer überhaupt angreifbar ist. Es sind so viele scheißeblöd. Die Mühe lohnt fast nicht.

Dazu der Weltenrichter: "Es gibt 'die' Personen, die GENERELL auf Ignoranz treffen."

Frage heute (30)

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Ab jetzt ist Montag der Fragetag

Zur Feier des Weltenrichters vollständigen Rückzuges aus dem Luftschloss und der verbundenen Misanthropie erkläre ich den Montag als Frage- und Feiertag. Die heutige Frage lehnt sich damit auch thematisch an und ehrt unseren Weltenrichter, bei seinem Schritt in die Autonomie.




  Die Frage heute:

    Was ist Hikikomori?

 

 

Frage heute (29)

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Freitag ist Fragetag

Jede Woche wird eine Frage gestellt, dessen Antwort nur Gott weiß (hier ist ein Gottesbeweis).
Man kann außer der Einsicht nichts gewinnen.  Es ist mehr ein Schritt zurück in die Richtung von Web 1.0, als es noch darum ging nach seiner Berieselung aktiv suchen zu müssen.




  Die Frage heute:

    Was ist auf dem Logo der nigerianischen Boko Haram abgebildet und was bedeutet das eigentlich übersetzt?

Doch nicht auf den Kopf gefallen?

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Für mich sind inzwischen alle Nachrichten über neue Urteile und Entscheidungen verschiedenster Gerichtsinstanzen alle nur noch bloßes zetermordio und nicht nur weil die Instanzen immer wieder die Sachlage vollständig verändern, als ob ich "Gute Zeiten - schlechte Zeiten" eingeschaltet hätte, sondern auch weil die konstellierten Gruppen und Lobbyisten, sich darauf ihr Spiegelei braten, als gäbe es nichts wichtigeres.

Ich erwarte ja bereits jeden Moment die vollständige Entmündigung des Verbrauchers. Ich sage Verbraucher, weil das Wort Bürger, würde nicht nur ein Mitbestimmungsrecht unterstellen, welches eine selbstständige Entscheidungsfähigkeit vorrausetzt, (die scheinbar abgelehnt wird,) sondern insbesondere weil der Terminus "verbrauchen" besser die passiv-aggressive Haltung konotiert, die mir täglich die Milch sauer werden lässt.

Schon schaue ich in trist blickende Gesichter, die ein gedankenhohles Echo zurückwerfen, was will denn der Henoth jetzt, was hat er denn wieder?

Verbraucher ohne Mitbestimmungsrecht?
     Das ist doch OK. Dann kaufen sie was anderes.
Passiv-aggressives Verhalten macht Henoths Milch sauer?
     Bist Du müde - Iss doch Wurst.

Aber bevor ich eben den engen Blickwinkel eurer Fragerichtung einnehme, ob etwas, das auf dem ungerichteten Pfad der freiheitlichen Erkenntnis erfasst werden soll, und zwar für jeden gleich, mit einer Frage nach KonsumALTERNATIVEN beantworte, beende ich eher mein Dasein.
Denn genaus DAS ist das passiv-aggressive Verhalten, von dem ich bereits angefangen habe und ihr fiesen Opportunisten setzt euch dazu, als wäret ihr Helmut Kohl zu meinem Geburtsjahr und müsstet den kalten Krieg aussitzen, verwechselt aber Sicherheit mit Angstverdrängung und fordert als Sitzstreikhippies irgendeinen Quatsch der euch gerade recht erscheint oder faselt einfach anderen den Mund nach, die sich nicht gegen eine Lobby wehren können.

Wovon ich spreche? 


Na, von der neuerlichen Ausgabe der Frage, in wie weit es möglich ist den Fortbewegungsmittelkonsumenten zu "mehr Sicherheit" zu verhelfen, wie es im Neusprech heisst. Oder eben die Frage nach dem Zwang zum Helmtragen, wenn man ein Fahrrad fährt.
Die neueste Folge der Soap führt uns ans OLG Schleswig, welches sich scheinbar bei Experten, wie den MPU-Psychologen über die transportierte Menschheit informiert hatte und nun aus dem Vollen schöpft, wenn es die Radfahrer in "ordentliche und verständige Menschen" und "sonstige" einteilt.

Nach heutiger Anschauung sei davon auszugehen, "dass ein ordentlicher und verständiger Mensch zur Vermeidung eigenen Schadens beim Radfahren einen Helm tragen wird" Das OLG setzte die Mitschuld auf 20 Prozent fest. - Oberlandesgericht (OLG) Schleswig


de.wiktionary.org

 Es gibt dem OLG nach also zwei Schläge von Menschen:
Ja, sperrt sie in Grauenhaft! Nur das Zuchthaus wartet auf diese anderen Unpersonen!
Mal ganz abgesehen von dem Fakt, dass zumindest die Gruppe der Ohne-Helm-Radfahrer die bisher größere Gruppe ist (in Deutschland und übrigens weltweit, nein auch in Norwegen so) und auch diese die siebziger Jahre ohne Motorradhelm und Anschnallpflicht überstandenn hatten. Aber Henoth, werdet ihr sagen, das sei eine andere Zeit gewesen, werdet ihr beschwichtigen, da wäre ja sogar gerade mal der Filter in der Zigarette neu gewesen, berichtet ihr.
Und ihr fragt euch ob das mit dem Filter tatsächlich etwas nützt. Oder dem Helm.

Cui bono? Wem hilft der Helm?


Motorradhelme verringern nach einer Studie bei Verkehrsunfällen die Rate an Schädel-Hirn-Traumata der Motorradfahrer um etwa 70 % und die Sterblichkeit um etwa 40 %. - wiki

Und dieses Risiko lässt sich nach neusten Erkenntnissen sogar noch senken, wenn der Helm eine bestimmte Farbe hat:

Riders wearing a plain white helmet rather than a black one were associated with a 24% lower risk of  suffering a motorcycle accident injury or death. ­­­­- wiki


Und ja, ich gebe euch Recht, dieses eine Mal, 1976, als die Pflicht für Motorradfahrer endlich gesetzlich wurde und man gezwungen war einen Motorradhelm zu tragen - das war eine andere Zeit als es jetzt 2014 ist, aber Filterzigaretten haben den gleichen Einfluß auf das Ableben von Menschen wie der Straßenverkehr:

Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA, 2009) rauchen in Deutschland rund 30 Prozent der erwachsenen Bevölkerung -  das entspricht ungefähr 20 Millionen Menschen. [...] Es erkranken jährlich weitaus mehr Männer (35.000) als Frauen (15.000) an Lungenkrebs. - DKV

Wenn ich diese jährlichen 50.000 Lungenkrebspatienten jedes Jahr mit der durchschnittlichen Lebenserwartung multipliziere dann ergibt das in deren Lebenspanne insgesmat 4 Millionen Krebserkrankungen. Von denen erstmal noch keiner gestorben, nur erkrankt oder eben verunfallt, wie ihr selbst bemerken müsst, meine aufmerksamen Zahlenakrobaten.

 Von den 20 Millionen Menschen ereilt dieses Schicksal also ein Fünftel. Oder jeder fünfte Raucher bekommt statistisch Krebs, wahrscheinlich weil er Raucher ist.
Ob hier der Filter tatsächlich hilft und davor waren es bereits jeder vierte mit Krebs?

Mal sehen, vergleichen wir mit den Unfallstatistiken: Denn die Zahl der Unfälle ist seit 1976 auf die Menge an Menschen bezogen nicht weniger geworden. Es sind seitdem immer jedes Jahr circa 28 Unfälle auf tausend Einwohner. Auch die Zahl der Fahrzeuge wächst noch schneller als die Zahl der Unfälle oder die der Menschen (Hier gibts ne 20MB Excel File vom Bundesamt zum nachrechnen, ihr weinerlichen Pissköpfe, ich sehe doch ihr glaubt mir nicht.).

Und entstanden 1976 erst bei jedem vierten Unfall ein Personenschaden, ist es heute nur noch jeder fünfte. 
Jeder fünfte.
Wie beim Rauchen.

War also doch gar nicht so anders alles.


Was hilft denn jetzt?


Jetzt kommt natürlich der ADAC und will auch mal ans Mikrofon, wo er doch so viele Mitglieder hat,  deshalb ohne jemand zu bezahlen, schon mit dem Drohen, Lobby machen kann, und lügt sich auch was zusammen - Wollen wir mal sehen, ob wir die Lügen zusammen finden?

"Der ADAC hat von 2005 bis 2012 mehr als 12.000 Verkehrsunfälle analysiert. Demnach werden 54 Prozent der Radfahrer bei Unfällen am Kopf  ­­verletzt. Bei Fußgängern sind es nur 42 Prozent, bei Autofahrern 32 Prozent, bei Motorradfahrern sind es 25 Prozent, die von Kopfverletzungen betroffen sind."  - betr. ADAC
Na habt ihr sie gefunden? War doch ganz einfach. Der ADAC hat erstmal keine Datenbasis von 12.000 gleich zu gewichteteten Unfällen vorzuweisen. Woher auch, ist ja lächerlich.
Können ja auch ausgedachte Unfälle sein, die analysiert wurden.

Keiner ruft den ADAC an, wenn er nur einen Fahrradunfall hat. Es sind vermutlich Daten von Unfällen, bei denen der ADAC gerufen wurde, weil  das Kraftfahrzeug nicht mehr die ordnungsgemäße Weiterfahrt garantierte, wenn ein Fahrradterrorist im Kühler des SUV klebt. Oder wer ruft den ADAC, weil er sich mit dem eigenen Fahrrad alleine aufs Maul gelegt hat?

      "Papa ADAC" macht ein Pflaster auf das Aua und fährt den Bub nach Hause, weil er doch Plusmitglied ist? 
Nein. - Aber habt ihr auch die andere Lüge gefunden? Ihr könnt sie ganz einfach erkennen, das haben die meisten Publikationen gleich, das steht immer das Wort "PROZENT" hinter, damit der eingeweihte die Desinformation beim ADAC gut erkennen kann.
Natürlich ist der ADAC politisch "pro Helm" eingestellt. Er ist pro Autofahrer und die wollen, dass die Mehrheit, die keinen Helm trägt sich an der Unfallschuld beteiligt. Außerdem hät der ADAC seine Hand auf für gute Testurteile. Also ergibt seine ganze Statistik eine horrende Menge an Kopfverletzungen für ALLE beteiligten, sogar für die Autofahrer.

     Sogar die Autofahrer? 
Ja. Natürlich, denn 32%, das bedeutet, dass so gut wie bei jedem dritten Unfall eine Kopfverletzung auftritt.

    Und dann soll ich einen Helm tragen?
Haha, reingefallen Du Idiot. Das ist genau die Frage, die alle stellen sollen. Nicht etwa, eine Frage wie "Kann ein Helm mich vor dieser Kopfverletzung überhaupt schützen?".
Denn wenn der Autofahrer mit seiner ganzen Fresse in den Airbag knallt und sich die Nase bricht und beidseitige Blutergüsse wochenlang in die Tränensäcke wandern lässt, dann hilft da auch kein Helm. Und dass Fußgänger einen Helm tragen sollten, versteht sich doch von selber, oder? Ich meine 42 Prozent verletzen sich am Kopf. Am sichersten ist es immernoch, so rät der ADAC laut seiner Statistik, wenn man Motorrad fährt. ADACaptain Obvious! Klaro! Dann verletzt man sich nur noch in 25% der Fälle am Kopf.

Das können wir nachvollziehen. Bestimmt haben alle Motorradfahrer der Statistik die leuchtendweißen Helme getragen, von denen ich oben sprach,  die besonders gut schützen. Aber die Message ist klar: Die einzigen die Helm tragen, haben die wenigsten Verletzungen zu erwarten. Leider durch ein Lügengebäude gerufen, genauso wie meine Sirene zur Räumung durch das Gebäude schallt, kurz bevor ich als Sprengmeister den Hebel zur Detonation herunterdrücke, nachdem ich euch zeigte, wo man die Sprengladungen im Text anbringt:
Der Anteil der Kopfverletzungen bei Unfällen ist für Radfahrer mit etwa 5 bis 10% [absolut] kleiner als der von Autofahrern oder Fußgängern. ­­­­-  wiki und hier
Kabooom

OLG = Gezeter / BGH = Entschluß

  Der Bundesgerichtshof macht die Soap perfekt. Vielleicht hat die Lobby da nicht so starken Einfluss, oder die Richter abonnieren die Motorwelt nicht, jedenfalls sind die nicht auf den Mund gefallen. Auch dieser Richter referenziert auf die Art, die ihr Bürgerprimus einzuhalten hat, wenn es darum gehen sollte, wenn wieder Sündenböcke im Straßenverkehr zu finden sind, es wirkt allerdings als ob er diese Einteilung mit spitzen Fingern auf das andere Blatt übertragen hätte:
"Dieses Urteil hob der BGH nun auf. Das Tragen eines Schutzhelms sei für Radfahrer nicht vorgeschrieben. Zwar komme eine Mitschuld auch ohne gesetzliche Pflicht in Betracht, wenn jemand die bei "ordentlichen und verständigen Menschen" übliche Sorgfalt außer acht lasse.
 Aber helmlose Radfahrer sind es in den Augen des BGH nicht mehr per se:

Dies sei beim Radfahren ohne Helm aber nicht der Fall, begründete der BGH seine Entscheidung. Es gebe kein "allgemeines Verkehrsbewusstsein", wonach ein Fahrradhelm "zum eigenen Schutz erforderlich und zumutbar" sei.
und ferner
Im Unfalljahr 2011 hätten innerorts nur elf Prozent der Radfahrer einen Helm getragen.  - tagesschau.de


Das mag jetzt wie ein Erfolg für die Freiheit klingen, und ich sehe schon die militanten Radfahrer ihre verchromten Klingeldeckel vor Spass polieren - Aber bereits hinter ihnen, auf dem Bürgersteig und aus den SUVs  höre ich das Zähneknirschen der PabAK und UWEs, die jetzt leider noch immer nicht gesagt bekommen haben, wie sie sicherer Fahrrad fahren.
Wie sie ihre Kinder schützen können.
Und sauer sind, dass der Radfahrer, der ohne Helm in ihrem Kühler klebt, jetzt doch nicht 20% Selbstverschulden aufgebrummt bekommt, weil er ohne Helm in ihrem Kühler klebt.

'Schließlich MUSS man doch was machen', um aus der Bedürfniskrise auszubrechen, sagen sie sich.
Sie sprechen sich diese Dinge gegenseitig zu, um ein 'irgendwas wird schon helfen' zu untermauern.
Sie halten hochemotionale Debatten, weil sie nicht ordentlich und verständig sein wollen.



Deren Geld als volkswirtschaftliches Negativ zum Ausgleich des 'Survival of the fittest'.
Deren Unsicherheit als Bugwelle der gewollten Unmündigkeit. 
Deren Ruf nach Ordnung als Zeter und Mordio.




Frage heute (28)

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Freitag ist Fragetag

Jede Woche wird eine Frage gestellt, dessen Antwort nur Gott weiß (hier ist ein Gottesbeweis).
Man kann außer der Einsicht nichts gewinnen.  Es ist mehr ein Schritt zurück in die Richtung von Web 1.0, als es noch darum ging nach seiner Berieselung aktiv suchen zu müssen.




  Die Frage heute:

    Wofür musste der nigerianische Botschafter in Prag seinen Kopf her halten?